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Weil der Alltag nach einem Kurzurlaub einfach so schonungslos weitergeht und man kaum Zeit hat, alle Eindrücke zu verarbeiten und die Erinnerungen zu sortieren, möchte ich euch erst heute von unserem Kurzurlaub in Dresden erzählen.

Geplant war ein dreitägiger Aufenthalt im Swissôtel, lange Stadtbummel, auf denen man sich einfach durch die Stadt und die Geschäfte treiben lassen kann, ausgiebige Entdeckungstouren durch die zahlreichen Museen - und das alles OHNE Almas Begleitung.

In Vorbereitung auf unseren Kurzurlaub haben wir lange überlegt, ob wir Frau Alma nun mitnehmen sollten oder nicht und entschieden einstimmig, dass so ein Städtetrip dann wohl doch nichts für die Dame ist.

Ich hatte mich darauf besonders gefreut. Ich habe Alma unendlich lieb und verbringe natürlich fast jede freie Minute mit ihr, dennoch hat Alma gerade in den letzten Jahren auch viel Kraft gekostet. Damit meine ich vor allem die vielen Tierarztbesuche und schlaflosen Nächte, die immer einen Spagat zwischen Uni, Arbeit, Freundschaften und den ganz normalen Alltag erfordert haben. Ich gehe in meinen Pflichten als führsorgliche „Hundemama“ aus vollem Herzen auf, aber drei Tage ohne Morgens- und Abendrunde, ohne das Waschen von Hundedecken und das Wischen der Böden, weil Alma wieder getröpfelt hat, war doch eine verlockende Aussicht! In diesen drei Tagen hätte ich mich einmal voll und ganz anderen Dingen zuwenden können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen!

Und dann kam alles auf einmal ganz anders. Die Hunde meiner Schwester erkrankten an starken, ansteckenden Husten und wir konnten nicht zu 100 Prozent ausschließen, dass Alma, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch kerngesund war, nicht auch ansteckend war. Almas Unterbringung im Hundehotel war damit nicht mehr möglich. Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns daher, mit Alma gemeinsam Dresden unsicher zu machen.

Gott sei Dank ist Frau Alma das Stadtleben gewohnt und findet sich schnell in einem Hotel zurecht. Ein kurzer Anruf genügte, um sie auf die Gästeliste setzen zu lassen.

Die Fahrt im Intercity nach Dresden war nicht nur für uns, sondern auch für Alma entspannt, da wir nicht umzusteigen brauchten und das Abteil sehr leer war.

In Dresden angekommen, erkundeten wir die nähere Umgebung unseres Hotels, bis wir unser Zimmer beziehen konnten. Im Nachhinein war das Hotel nicht nur in Hinblick auf die, nur einen Steinwurf entfernten, Sehenswürdigkeiten ein Glücksgriff, sondern auch für entspannte Spaziergänge mit Alma ideal gelegen. Die Parkanlagen rund um den Zwinger wie auch Elbwiesen am östlichen Flussufer waren innerhalb von ca. 10 Minuten zu Fuß zu erreichen.

Willkommenspaket Für Alma im Hotel // Was für ein Bett, manchmal kommt es eben doch auf die Größe an // Eine entspannte Alma im Zug mit eigenem kleinen Abteil 

 

Unser kulturelles Programm konnten wir auf Grund der zentralen Lage des Hotels ohne Einschränkungen umsetzen, da wir bequem alle Sehenswürdigkeiten per pedes erreichen konnten und so keine Zeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln verschenkten.

 

Tipps für Entdecker

 

# Führung durch die Semperoper at night

Wenn alle Proben des Orchesters beendet sind, öffnen sich die Türen der Oper für die letzte Besucherführung des Tages. Vielleicht liegt es einfach daran, dass dieser abendliche Rundgang nichts mehr mit den hektischen Besucheranströmen des Tages gemein hat, oder aber, dass man sich gedanklich auf eine Nachtwanderung einstimmt, denn die Atmosphäre war einfach bezaubernd: ungezwungen, sehr individuell, interessant, geheimnisvoll und dabei noch informativ. In einer Stunde erfährt man aufregende Details über die Inneneinrichtung und Bühne und erhält sogar den ein oder anderen Geheimtipp!

# Spaziergang durch die Anlage des Zwingers

Wer nicht alle Sehenswürdigkeiten mit ihrer Vielzahl an Ausstellungen von Innen entdecken, sondern einfach nur die Architektur und die Gebäudeanlagen von Außen bestaunen möchte, für den ist ein Spaziergang durch die Anlagen des Zwingers genau das Richtige! Mit Hund ist dies vor allem in den frühen Morgen- oder späteren Abendstunden zu empfehlen! Die alten Gemäuer und die umgesetzte Symmetrie haben etwas sehr Beeindruckendes!

# Elbufer

Einmal schnell über die Augustusbrücke geschlendert, die Treppen zur Uferpromenade hinabgestiegen und schon steht einem langen Spaziergang entlang des Elbufers nichts mehr im Wege. Die breite Promenade und die weitläufigen Wiesen bieten Platz für Fahrradfahrer, Jogger und eben auch Hundebesitzer! Leider hatten wir keine Fahrräder dabei, es juckte in den Füßen bzw. Pfoten Dresden so zu entdecken!

# Frauenkirche

Bestimmt ein Muss für jeden Besuch, aber vor allem der Kuppelaufstieg ist, im wahrsten Sinne des Wortes, ein echter Hingucker! Der Aufstieg erfordert ein wenig Anstrengung, aber dafür ist der Blick wunderbar und macht einfach gute Laune! Alma musste im Hotel warten, Hunde sind natürlich nicht erlaubt!

# Historisches Grünes Gewölbe

Wer staunen möchte, Edelsteine, Perlmutt und alles, was glitzert liebt, der ist hier bestimmt genau richtig! Man muss es einfach gesehen haben, die zahlreichen Gegenstände, von denen man noch nicht einmal ahnte, dass es sie in dieser Schönheit geben kann (was würde ich für eine solche kleine Schmuckschatulle alles tun...). Wir haben für diesen Besuch 2 Stunden eingeplant und sie auch ausgeschöpft!

Die Versuchung direkt nebem dem Hotel: warmer, flüssiger Nougat in der Waffel, wahlweise in hell oder dunkel, zu finden im CAMONDAS Schokoladen-Kontor // Genießen wie eine Gräfin mit unmittelbarem Blick auf die Frauenkirche im Coselpalais, überaus hundefreundlich, Alma bekam sogar einen kleinen Teller mit Leckerlies 

Für Alma war unser Urlaubsziel sicher nicht zu einhundert Prozent optimal. Hätte sie entschieden, wo die Reise hingeht, hätten wir uns in einem Waldcamp abseits jeglicher Zivilisation wiedergefunden. Aber dennoch war unsere Städtereise weit weniger stressig für sie, als gedacht. Das lag vor allem an der guten Zugverbindung, den gemütlichen und hundefreundlichen Hotelzimmer und daran, dass sie einfach da entspannen kann, wo wir uns häuslich niederlassen. Unsere Spaziergänge waren mit Bedacht auf kleinere Wegstrecken beschränkt, damit sie genügend Ruhe findet. Trotz anfänglicher Bedenken, so ein Städtetrip mit Hund ist gar nicht so unmöglich!

 

Welche Städte habt ihr bereits mit Hund erkundet?

Kommt munter durch die Woche!

 

Eure Frau Alma und Anja 

 

 

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