12.10.2017
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Ich habe mal wieder einen Blick auf die Statistik geworfen. Es gab heute einen Like für Frau Almas Facebook-Seite und seit Beginn unserer WorldWideWeb-Präsens eine durchweg steigende Tendenz. Aber die Zuwachsraten sind zäh und die Entwicklung vollzieht sich im Schneckentempo. Im Vergleich zu anderen Hundeblogs befinden wir uns im Mikrokosmos des Blogger-Dschungels und sind damit keinesfalls alleine.

 

          Bis heute weiß ich nicht, wie viele Besucher unser Blog hat ...

 

Ich habe den Blog begonnen, weil ich eigentlich meine Erfahrungen im Umgang mit einer jagenden und leinenagressiven Mischlingshündin teilen wollte. Doch das Erstellen des Blogs hat so viel Zeit in Anspruch genommen, dass sich auch unserer Themen gewandelt haben. Heute geht es bei Frau Alma hauptsächlich um die Thematik des alternden Hundes, wenn auch nicht hauptsächlich. Das Schreiben ist für mich ein Hobby, ein Ausgleich zu meiner Arbeit und zudem eine Möglichkeit, meine Geschichte mit Alma festzuhalten, quasi als virtuelles Tagebuch. Besucherzahl, Beitragsklicks oder Reichweiten spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Bis heute kann ich nicht einsehen, wie viele Besucher mein Blog überhaupt hat. Kann ich sie an einer Hand abzählen oder geht die Zahl in den drei- oder vielleicht sogar vierstelligen Bereich – ich weiß es nicht. Natürlich bin ich neugierig, wie viele Menschen ich mit meinen Beiträgen erreiche, aber am Ende bleibt die Frage, in welcher Weise mich dieses Wissen weiterbringt. Möchte ich mich durch Zahlen und Statistiken überhaupt beeinflussen lassen und wenn ja, zu welchem Zweck? Ich verfasse meine Beiträge nach Lust und Laune und meinem Bauchgefühl. Es gibt nur wenig geplante Posts wie Beispielsweise die Miniserie „Mit Herz und Handschellen“. Ich schreibe, weil mir Dinge auf der Seele brennen oder auch mal humorvoll, ironisch oder sarkastisch auf der Zunge liegen. Selbstverständlich freue ich mich, wenn diese Beiträge dann auch ein positives Feedback erhalten, aber das ist nicht das Fundament meines Schreibens. 

         

          Bin ich manchmal enttäuscht? Mitunter ...

 

Ich habe in den letzten Wochen viel darüber nachgedacht, warum einige Blogs so rasant an Lesern gewinnen und andere wiederrum im Mikrokosmos verbleiben. Vieler dieser Blogs sind absolut lesenswert, haben interessante Geschichten, wertvolle Tipps und echte Charakterköpfe hinter ansprechenden Blog-Namen. Eine Antwort, was zum Erfolgt führt, habe ich bisher nicht gefunden. Vielleicht liegt es an den sonderbaren Algorithmen von Facebook und Co., vielleicht an den Wünschen der Leser, vielleicht aber auch einfach daran, dass immer neue Blogs wie Pilze aus dem Boden schießen und größere Blogs eine bessere Orientierung im Dschungel der schreibwütigen Hundebesitzer bieten. Bin ich deshalb manchmal enttäuscht? Mitunter. So eitel ist wohl doch jeder Blogger, dass man sich wünscht, die Fanzahlen würden nach oben schnellen. Dafür müsste ich wohl aber auch besser meine Hausaufgaben machen: Die Website um entsprechende Permalinks erweitern, die mobile Version der Seite weiter optimieren und auf den Social Media Plattformen wie Pinterest, Facebook und Instagram präsenter sein. Kein leichtes Unterfangen, denn ich brauche die Zeit, um Geschichten mit Alma zu erleben, über die ich dann auf meinem Blog berichten kann. Erfolg bedeutet eben auch, nicht vergessen zu werden, keine größeren Pausen einzulegen, denn die mediale Welt ist eben auch eines – vergesslich.

 

          Man kann nur Geschichten schreiben, wenn man sie auch erlebt ...

 

Also habe ich mich für einen anderen Weg entschieden: Wir sind ein kleiner Blog und werden es wahrscheinlich auch immer bleiben. Viele meiner Leser kenne ich durch zahlreiche Kommentare und liebenswerte Unterhaltungen. Über einen einzelnen Like oder einen Kommentar freue ich mich noch immer wie ein Schneekönig. Wir werden, weil wir eben so ein kleines Licht sind, keine Kooperationen an Land ziehen oder in aller Munde sein, aber dafür gibt es uns – unretouchiert, authentisch, mit Ecken und Kanten, aber (hoffentlich) sehr viel Persönlichkeit. Wir müssen nicht Everybody’s Darling sein, wir möchten nicht um jeden Preis gefallen, aber wir freuen uns sehr über jeden Leser, der uns im Dschungeldickicht entdeckt. Der Blog ist Almas und meine Geschichte und Geschichten lassen sich nicht in einer Statistik erzählen.

 

 

Eure Anja und Frau Alma

 

Kommentare

Kathrin
13.10.2017 02:43

Hallo liebe Anja, ich lese oft deine zeilen und bin immer sehr gerührt wenn ich lese was du fühlst und dich so bewegt....liebe Grüsse

Sandra und Shiva
13.10.2017 10:09
Hallo ihr zwei! 
Willkommen im Mikrokosmos. Dort lebe ich auch und ich muss sagen... ich fühle mich wohl hier. Klein, fein und von einigen wenigen geliebt (hoffe ich doch). Manchmal denke ich auch, wow! Da hab ich viele Kommentare und den Beitrag haben echt viele gelesen, aber dann vergleiche ich meine 2stelligen Zahlen mit anderen, die nun über 5stellige Follower philosophieren... ich bin und bleibe ein kleines Licht in der Bloggerwelt. Teilweise, weil es mich nicht interessiert megaviel Werbung zu machen, teilweise, weil ich einfach nicht die Zeit habe, regelmäßig und Suchmaschinenfreundlich zu schreiben. Ich schreibe meinen Blog für mich und freue mich über die Kommentare meiner wenigen Fans. Eigentlich reicht mir das auch, weil ich meinen klitzekleinen Blog liebe und gerne schreibe. 
Flauschige Grüße
Sandra & Shiva
Genki & Co
13.10.2017 09:19

Bei mir ist es ähnlich - Ich mache mir gerade in letzter Zeit öfters Gedanken über meinen Blog (der seit nun bald 5 Jahren im Microkosmos verbleibt), auch über Besucherzahlen und vor allem darüber, ob jeder Blogeintrag nun "Mehrwert" für den Leser haben soll. Denn eigentlich ist mein Blog eher ein persönliches Tagebuch. Tipps, Ratgeber oder ähnliches gibt es eher selten und dann eben nur, wenn sie aus unserem Alltag heraus entstehen.
Dann bin ich auch zugegebenermaßen frustriert, dass ich siet 5 Jahren blogge, aber unser Blog immernoch genau so "vor sich hin dümpelt". Dabei habe ich mir aber die ersten 3 Jahre oder so nie Gedanken darüber gemacht. Ich glaube, das kommt inzwischen da her, dass auch die Hundeblogger zum Beispiel über facebook und Co besser vernetzt sind und man nicht mehr drum herum kommt, überall über Suchmaschinenoptimierung, Vernetzung, Social Media Arbeit, Mehrwert und der gleichen zu lesen bekommt und man das Gefühl bekommt, man muss das ganze irgendwie machen um mitzuhalten. Dabei habe ich aber ehrlich gesagt gar keien Lust auf großartige Social Media Arbeit. Ich mag garnicht überall - Pinterest, Twitter, Instagram, facebook, Google+ und wie sie alle heißen - vertreten sein und schon garnicht jeden Tag ständig überall für meinen Blog werben. Auch habe ich keine Lust meinen Blog mit hunderten von "5 Tipps wie du XY" -Beiträgen zu füllen, die dann zwar super Suchmaschinen kompform sind, aber an denen ich wenig Freude hätte. Erhlich gesagt lese ich solche Beiträge schon auf anderen Blogs nicht, denn sie sind genau das - Für die Suchmaschine geschrieben, weniger für die regelmäßigen Leser. Also lasse ich es und dümpel weiter vor mich hin. Vielleicht finde ich auch Mal wieder zu meiner ursprünglichen Gelassenheit beim Bloggen zurück.

Johanna - Leben und umzu
13.10.2017 11:41

Ich denke das es vielen die bloggen so geht oder sie darüber mal nachdenken. Einen Beitragsentwurf ("Warum mir bloggen immer weniger Spaß macht") zu einem ganz ähnlichen Thema habe ich schon länger liegen. Seit 2012 blogge ich (habe mit einem Foodblog gestartet) und habe so einige Blogs kommen sehen und inzwischen sind viele auch wieder gegangen. Was die wenigen sehr erfolgreichen anders gemacht haben? Keine Ahnung!

Suchmaschinenoptimierung und gute Bilder sind jedenfalls oft nicht ausschlagegebend gewesen, nach meiner Beobachtung. Trends verfolgen vielleicht, dass hat mich aber nie interessiert. Um Aufmerksamkeit "betteln" wollte ich ebenfalls nie. Viele kaufen sich auch einfach ihre Likes.

Ich musste mir auch klar machen, dass ich den Blog nicht betreibe um möglichst erfolgreich zu sein, sondern hauptsächlich für mich. Das ich mich über jeden freue, der mir einen Besuch abstattet und dem vielleicht auch etwas gefällt. Das ich mich davon aber nicht abhängig mache. Man gerät schnell mal in diesen Strudel und will dann doch gerne "oben" mitmischen. Aber warum eigentlich? Dann bleibe ich lieber klein und authentisch, kaufe mir keine "Fans", sondern hab lieber wenige, dafür aber echt und interessierte. Selbst mit dem zufrieden sein was man tut. Damit lebt es sich leichter.

Indianermädchen & Wildfang
13.10.2017 12:06

Ich glaube, wir alle kennen das. 

Auf Instagram haben wir zwar recht viele Follower, aber wenn man sich anschaut, wieviele tatsächlich die Fotos liken - das ist schon ein krasser Unterschied 

Bei Facebook dümpern wir - trotz regelmäßiger Beiträge immer noch bei den 2000 herum und die Reichweite ist mal ziemlich hoch, mal katastrophal mini - Ich glaube, Facebook und ich werden wohl keine Freunde mehr.. 

Auch die Zahlen unseres Blog haben sich in dem letzten Jahr kaum verändert. Es ist eine feine nette Leserschaft denke ich mir immer. Auch wenn wir nur sehr selten Kommentare unter den Beiträgen selbst haben - was ich mir eigentlich wünschen würde.

Trotzdem: 

Ich sehe es so wie du: Ich könnte hier und da noch mehr optimieren, mehr machen. Aber mehr machen, heißt weniger Zeit für Anderes. 

Und der Blog ist ja vorallem für eins da: Spaß. Und zwar in erster Linie für mich und die Mädels (die ja für Fotos eine Menge Kekse kassieren)

Und wir lesen immer mal wieder in euren Blog rein oder die Beiträge bei FB - nur mit den Kommentaren tun wir uns häufig schwer -- auch hier wieder- ich würde gerne mehr kommentieren, aber manchmal fehlt mir die Zeit dazu.

Liebe Grüße

Lizzy mit Emmely und Hazel

 

Silvia
13.10.2017 15:12

Ich finde mich in deinem Artikel sehr wieder, auch wenn ich aus dem "Bereich" Elternblog komme. Da gibt es auch täglich mindestens einen neuen Blog. Viele haben nach uns begonnen und haben schon weitaus mehr Leser :) aber wir bleiben bei unseren Themen weil es einfach Spaß macht.

Hier werde ich in Zukunft gerne öfter mal reinschauen. Hab ein schönes Wochenende!  

Kerstin von den Kleinen Hundeschnauzen
13.10.2017 16:30

Liebe Anja, 

 

gerade das authentische mag ich besonders an deiner Art zu schreiben, und würdest du einen Blogbeitrag nach dem anderen raushauen, wäre es mur persönlich zu viel. Ich liebe die kleinen Blogs mit ihren kleinen Geschichten und Tipps zum Alltag. Jeden Woche zwei und mehr Beiträge zur Erziehung und irgendwelchen anderen Weisheiten, finde ich persönlich sogar anstrengend, sodass ich eher schon mal in Facebook solche Blogs in Facebook auf "nicht sehen" setze , weil es teilweise für mich lästig ist in 8 Hundegruppen den geteilten Beitrag angezeigt zu bekommen. Das Bloggen soll einfach Spaß machen, und jeder hält es so, wie er sich damit wohlfühlt. 

Ich freue mich persönlich auch, wenn ich mal interessante Kooperationen über meinen Blog erhalte, aber das meiste lehne ich sogar ab, weil ich am liebsten einfach nur für mich schreibe und recherchiere, und ich mag meine wirklich kleine Anzahl Leser, die mir mittlerweile sogar zum Teil vertraut geworden sind.

 

Liebe Grüße Kerstin mit Grisu und Kessie 

Frau Alma
13.10.2017 20:07

Ihr Lieben, ich danke euch für eure zahlreichen Kommantare, eure persönlichen Gedanken und aufmunternden Worten! Und wie immer sehe ich, dass ich nicht alleine bin und ganz viele Mitstreiter im Mikrokosmos habe. Und das tut so wahnsinnig gut zu sehen, was für tolle Persönlichkeiten nebenan wohnen! Ich danke euch für euer Feedback und eure Zeilen! Anja 

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