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Frau Almas Tierarztbesuche und unser Umzug Anfang des Jahres haben ganz schön an unserem Sparschwein genagt, sodass wir diesen Sommer unseren Urlaub auf Balkonien verbringen (Wenn wir denn auch einen Balkon hätten!). In der letzten Woche packte mich angesichts der vielen Urlaubsfotos meiner Freunde auf Facebook das Fernweh und am liebsten hätte ich Hals über Kopf nur die nötigsten Sachen in einen Koffer geworfen und in einer Nacht und Nebel Aktion das Land verlassen. Oder besser gesagt: Ich wäre an die Ostsee gefahren. Das Meer. Den Kopf frei bekommen. Sand zwischen den Zehen. Seeluft in der Nase und eine überglückliche Alma am Strand. Das wär`s! Wenn einem in den eigenen vier Wänden die Decke auf den Kopf zu fallen droht, hilft nur noch eines: Wir brauchen einen Plan, einen guten Plan, um auch ohne fahrbaren Untersatz und Luftveränderung ins Urlaubsfeeling zu schlittern!

 

Für euch gibt es deshalb heute unsere fünf besten Last-Minute-Tipps für den Urlaub auf Balkonien.

  

 

Last-Minute-Tipp numero 1

Wasserwanderung

 

Alma und ich lieben den kleinen Flusslauf unseres Lieblingsplatzes. Vielleicht ist die Bezeichnung Fluss an dieser Stelle leicht übertrieben, es handelt sich vielmehr im Sommer um einen kleinen Bachlauf, der mir an vielen Stellen gerade einmal bis zu den Knien reicht. Alma und ich finden es einfach fabelhaft! Seitdem die Speckbohne das Schwimmen für sich entdeckt hat, wird der Bach sofort nach unserer Ankunft für eine kleine Abkühlung aufgesucht. Drei, vier Schwimmzüge genügen der Oma an warmen Tagen im kühlen Nass. Und auch ich fühle mich bereits seit meiner frühsten Kindheit von Bächen angezogen. Bei meiner Oma spielten meine Schwester und ich immer im Bächlein hinter dem Haus, wenn wir zu Besuch waren und sich die Gelegenheit dazu bot. Ich weiß nicht mehr, wie viele Gummistiefel wir während unserer Wasserwanderungen verloren haben und wie oft nach ihnen gesucht worden ist. Deshalb gibt es natürlich auch für mich als Frauchen kein Halten mehr, wenn wir an unserem Lieblingsbächlein angekommen sind. Also schnell die Schuhe ausgezogen und die Hose hochgekrempelt. Idealerweise wandern Alma und ich ein paar Meter im Bächlein und erkunden so den Flusslauf, indem wir uns durch Schilf schlängeln und dabei auf Libellen und Frösche treffen.

 

 

 

Last-Minute-Tipp numero 2                    

Exotische Begleiter

 

Wir bleiben zunächst dem Thema Wasser treu. Im letzten Jahr habe ich von meiner besten Freundin einen ebenso loyalen und interessanten wie auch auffälligen Begleiter für das besondere Badeerlebnis geschenkt bekommen: einen pinken Flamingo! Mit ihm macht das Baden an der nahe gelegenen Ehle noch mehr Spaß, denn ich kann mich zu 100% auf ihn verlassen und ganz nebenbei finde ich Flamingos in freier Wildbahn einfach viel schöner als in gechlorten Hotelpools! Wer meint, Badetiere und Schwimmreifen wären nur etwas für Kinder, hat mich noch nicht mit bzw. auf meinem Flamingo gesehen! Es ist herrlich, sich einfach mal so treiben zu lassen. Alma liegt währenddessen am Strand und döst vor sich hin und kann die ganze Aufregung um Mister Flamingo nicht verstehen. Aber aufgepasst – so wirklich in cognito möchte Mister Flamingo nicht baden gehen.

 

 

 

Last-Minute-Tipp numero 3                    

Die Nachtwanderung

 

Erinnert ihr euch auch noch an die ein oder andere Klassenfahrt, deren besonderer Höhepunkt eine Nachtwanderung um die Jugendherberge war? Bis heute bin ich begeistert von dem Gedanken, die Welt bei Nacht zu erkunden. Und Alma? Die findet es im Dunkeln besonders spannend, weil dann natürlich auch viel mehr Wildtiere aktiv sind und es interessante Spuren zu entdecken gibt. Natürlich können wir uns gerade nachts schlechter orientieren, deshalb empfehlen wir den Aufbruch in bereits vertrautes Gebiete. Warum nicht mal die tägliche Morgenrunde nach Mitternacht gehen? Es ist einfach erstaunlich, was man dann zu sehen bekommt: Fledermäuse, Dachse, Waschbären und vieles mehr. Faszinierend ist, dass wir uns viel mehr auf unsere Ohren verlassen müssen, wenn uns die Augen in der Dämmerung oder Dunkelheit nicht mehr weiterhelfen können. Eine Nachtwanderung ist nicht nur mit hündischer sondern auch mit zweibeiniger Begleitung am schönsten. Also schnappt euch die beste Freundin oder euren Partner und lasst euch von einem unglaublichen Sternenhimmel begeistern. Übrigens sind die Tage zwischen dem 08. Und 14. August besonders reich an Sternschnuppen, denn dann regnen aus dem Sternbild des Perseus die Perseiden auf die Erde und wer weiß, vielleicht geht dann auch noch der ein oder andere Wunsch für euch in Erfüllung?

 

Last-Minute-Tipp numero 4                    

Sag mal Käse! – die Einwegkamera

 

Ich gehöre wohl noch zur letzten Generation, deren Eltern für den Urlaub mehrere Fotofilme gekauft haben und die gebannt den Tag herbeigesehnte, als die entwickelten Bilder abgeholt werden konnten. Damals fragten meine Schwester und ich immer noch ganz zaghaft, wie viele Bilder wir denn während unseres Urlaubes verknipsen durften. Wer keine Analogkamera mehr im Hause hat, aber noch einmal das Gefühl „mal sehen, ob es was geworden ist“ erleben möchte, kann sein Pferd auf eine Einwegkamera setzen. Die gibt es heutzutage bereits für weniger als zehn Euro und man kann sogar Exemplare für die Unterwasserfotografie kaufen. Wie wäre es mit einem Fototagebuch der lang ersehnten Urlaubstage? Für sieben, zehn oder vierzehn Tage könnt ihr eure Erlebnisse auf euren Spaziergängen oder am Badesee festhalten und am Ende des Urlaubs folgt dann der spannende Moment, welche Schnappschüsse dabei herausgekommen sind.

 

Last-Minute-Tipp numero 5                     

Sightseeing – das gute alte Fernglas

 

Seitdem ich vor einem Jahr ein Fernglas zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, kann man mich häufiger dabei antreffen, wie ich abends an der Elbe stehe und dem bunten Treiben am und im Wasser zusehe. Ferngläser sind toll! Gedanklich habe ich mir diesen Sommer eine Liste zurechtgelegt von meinen Fernglas-Bekanntschaften: Herr Biber, Familie Nilgans mit sieben kleinen, flauschigen Küken, eine Stockentenmama mit sechs Kindern, einen Baby-Reiher, eine Reisegruppe von Graugänsen, zwei scheue und schreckhafte Eisvögel usw. Ich hoffe, dass die Liste diesen Sommer noch etwas wächst. Den Blick in die Ferne schweifen zu lassen, hat einfach ein entspanntes Moment und wenn man dabei noch Dinge entdecken kann, die einem sonst verborgen bleiben, ist die Freude umso größer. Wer von Oma oder Opa kein Fernglas mehr auf dem Dachboden zu liegen hat, der findet u.a. bei eBay zahlreiche preisgünstige Angebote. Was Alma währenddessen macht? Die schaut natürlich auch fern und kann sich dabei wunderbar entspannen.

 

 

 

Haben euch unsere Last-Minute-Tipps gefallen und habt ihr weitere Ideen für einen spannenden Urlaub auf Balkonien? Dann her damit!

 

Eure Anja und Frau Alma

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