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Es ist wieder soweit, schnappt euch eine Portion Popcorn, macht es euch mit euren Vierbeinern auf der Couch gemütlich und freut euch auf die nächste Folge "Mit Herz und Handschellen"! Was die Programmvorschau verrät? Natürlich 7 spannende Fragen von Frau Alma und 7 ehrliche, kuriose, witzige, nachdenkliche Antworten von den Familien, die sich für einen Hund aus dem Tierschutz entschieden haben. Eines steht fest, unsere Stars sind bei weitem nicht nur die Zweitbesetzung!

 

Heute ist Prinzessin Nutella unsere Serienheldin. Immer an ihrer Seite ist Frauchen Sonja. Die beiden Wirbelwinde leben nun schon seit ca. 4,5 Jahren Seite an Seite. Gar nicht so selbstverständlich, denn Nutella ist eine wilde slowakische Mischung, die als Welpe auf der Müllhalde entsorgt worden ist. Aber am Ende gab es Gott sei Dank ein wunderbares Happy End!

 

Liebe Sonja, wir beginnen mit unserer obligatorischen Frage: War es bei euch Liebe auf den ersten Blick und wie bist du auf Prinzessin Nutellas „Kontaktanzeige“ aufmerksam geworden?

 

Wir hatten damals einen 15 Jahre alten Cockermischling, der nicht mehr spazieren gehen wollte. Unser Tierarzt empfahl uns einen jungen Hund aufzunehmen, weil der wahrscheinlich den alten Hund wieder „erwecken“ könnte. Also machte ich mich auf die Suche und durchforstete die Tierschutzseiten. Nutella wurde mit ihrer Schwester vermittelt und in der Kontaktanzeige sah man zwei zuckersüße Rottweilermischlingsmädels mit großen Schlappohren. Mein Herz gewonnen haben also zwei Hunde. Für Nutella (im Bild die hintere) haben wir uns entschieden, weil sie eine eher ängstliche Hündin war. Mir war wichtig, dass der alte Cocker Othello in seinem Rang nicht in Frage gestellt wird, sondern der „Große“ bleiben kann und Vorbild. Das hat auch sehr gut geklappt. Nutella hat sich auf die Sekunde an dem alten Hund orientiert und war immer sehr lieb zu ihm. Sie hat auch arg um ihn getrauert, als er ein Jahr später starb. Aber da bekam sie dann kurz drauf zum Dank eine kleine Freundin, die sofort sie als Chefin akzeptierte.

 

 

 

 

Jeder hat ja eine kleine Sünde, auf was kann die Prinzessin nicht verzichten?

 

Auf das morgendliche Kuscheln in unserem Bett. Das ist für sie das wichtigste vom ganzen Tag. Morgens um 6 Uhr kommt sie in unser Bett, legt sich zwischen mich und meinen Mann und will kuscheln und gestreichelt werden. Mindestens eine Stunde lang. Den Rest des Tages hat sie keine Zeit mehr für Streicheleinheiten und abends, wenn sie müde ist mag sie gar nicht mehr berührt werden. Zum Glück ist unsere andere Hündin genau umgekehrt gepolt. Sie will morgens ihre Ruhe und abends kuscheln. 

 

 

Was war oder ist in eurem Zusammenleben die größte Herausforderung?

 

Anfangs ging es darum Prinzessin Nutella Vertrauen und Selbstvertrauen beizubringen. Nutella war eine Landpomeranze, die mit ihrem Umzug zu uns plötzlich mitten in einer Stadt landete. Sie kannte mit 6 Monaten nichts außer Wald und Wiesen. Also hatte sie vor vielen Dingen Angst, vor Autos und Bussen, vor Fahrradfahrern und Skatebordfahrern, vor Kinderwägen, vor Menschengruppe und vor Kindern. Bei den ersten Spaziergängen pflegte sie sich irgendwann einfach auf den Boden zu legen und keinen Meter mehr weiter zu gehen. Ich habe sie nicht nur einmal nach Hause getragen.

Heute ist von Ängstlichkeit keine Spur mehr. Heute ist die junge Hundedame eine dominante Hündin, die ich immer wieder mal einbremsen muss und ihr klarmachen muss, dass ICH hier die Rudelchefin bin und sie keinen Erziehungsauftrag hat für unsere zweite Hündin Girly.

 

 

 

 

Stell dir vor Prinzessin Nutella würde die Hauptrolle in einer Fernsehserie bekommen, auf was dürfen sich die Zuschauer freuen?

 

Es wäre eine abendliche Fernsehserie und zu sehen gäbe es die hündische Pferdeflüsterin Prinzessin Nutella, die alle wilden oder verstörten Pferde zähmt. Am Ende jeder Folge würden wir Nutella und das jeweilige Pferd nebeneinander über die Wiesen laufen sehen.

Unser ehemals ängstlicher Hund liebt Pferde. Genaugenommen liebt sie alles was vier Beine hat und groß ist, also Kühe, Esel und Pferde. Aber bei Pferden flippt sie aus und sie hat echt einen Draht zu Pferde. Leider besitze ich keinen Reiterhof.

 

 

Wo kann man euch eher antreffen: auf einer gut besuchten Hundewiese mitten im Getümmel oder doch lieber auf den ruhigeren Waldwegen weit weg vom Trubel?

 

Sowohl als auch! Hundewiesen kommen immer gut an bei meinen Mädels. Allerdings tobt Nutella vorzugsweise mit ihrer kleinen Freundin Girly, auch auf der Hundewiese. Die sind mittlerweile ein eingeschworenes Team und haben zusammen viel Spaß.  Aber natürlich sind wir auch viel in der Natur unterwegs. Wir leben in der Stadt Salzburg und in Ungarn, daher haben wir sehr vielfältige Naturangebote für Erkundungstouren: Wald, Wiesen, Berge, Seen, Schilf und Steppe. Unsere Hunde sind hundert prozentige Jagdhunde, also stehen Naturspaziergänge ganz oben auf der Wunschliste, am besten inclusive Fährten suchen. Nur auf Hundewiesen rumzustehen wäre uns eindeutig zu langweilig.

 

 

 

 

Gibt es ein Kommando, auf das ihr als Team einfach nicht verzichten könnt?

 

Nutella hasst es von Rüden bestiegen zu werden. Sie ist kastriert, aber trotzdem gibt’s viele Hunde, auf Hundewiesen erleben wir das immer wieder, die versuchen sie zu besteigen und lassen sich nicht abschütteln, obwohl sie ihnen schon ihre Meinung sagt. Wenn ich sehe so ein hormongesteuerter Rüde wird ihr zu viel, dann gibt’s das Kommando „Einparken“. Ich stelle mich breitbeinig hin und Nutella stellt sich zwischen meine Beine, sitzt genau unter meinem Becken ab. Da ist dann Ruh, da wagt sich kein Rüde mehr ran. Meistens lehnt sie sich dann noch an einem meiner Beine an und schaut zu mir hoch. Sie entscheidet dann selbständig, wann sie wieder toben gehen will, wobei sie jederzeit wieder „einparken“ kommen kann.

 

 

 

 

Butter bei die Fische: Seid ihr eher hartgesottene Wintertypen oder doch lieber echte Sonnenanbeter?

 

Wir sind Frühjahrs- Sommer- und Herbsttypen. Da sind wir unterwegs, mehrmals täglich, wenn es möglich ist. Im Sommer sind wir eher faul. Hitze ist nicht so unser Ding. Im Sommer ziehen wir ganz früh oder abends unsere Runden.  Zum Glück haben wir in Ungarn, wo wir den Sommer immer verbringen, einen großen Garten und einen Gartenschlauch. Nutella hat dann die Aufgabe das Grundstück zu bewachen, ihre absolute Lieblingsaufgabe. Und ich habe die Möglichkeit sie immer wieder ein wenig abzukühlen, denn Nutella liebt es dem Wasserstrahl des Gartenschlauches nachzujagen und hinein zu beißen. Dieses Spiel machen wir oft bis der ganze Hund nur noch trieft.

 

*  *  *

 

Also wenn man sich bei diesem Interview nicht in Nutella verlieben muss ... Wir freuen uns sehr für Nutella und Sonja, dass sie ihren gemeinsamen Weg so gut gefunden haben und eine wunderbare Zeit zusammen verbringen können! Und das zeigt mal wieder, dass vielleicht auch auf euch die große Liebe bereits irgendwo wartet und nur noch gefunden werden muss! Wir wünschen Sonja und Nutella weiterhin eine pferdereiche, aber vor allem gesunde Zeit! Passt auf euch auf!

 

Wer übrigens neugierig auf das dieses tolle Team geworden ist, der kann sie gerne auf ihren Blog Prinzessin Nutella besuchen!

 

 

Eure Anja und Frau Alma

 

 

Kommentare

Jackiandrubyinlove
26.01.2017 10:16

Was für ein toller Beitrag! Nutella und ihr Frauchen sind super sympathisch! Wie schön, dass sich immer alles fügt, wie es soll. Genau so wie bei uns <3 Ich liebe es solche Geschichten zu hören! Weiter so, Anja & Alma!

Liebe Grüße,

Sarah, Jacki & Ruby

Indianermädchen& Wildfang
26.01.2017 15:15

Tolle Idee! Da machen wir auf jeden Fall mit :) 

Liebe Grüße Lizzy mit Emmely und Hazel 

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