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Wisst ihr, warum ich den Mittwochabend so mag? Weil ich euch heute wieder ein unschlagbares Team vorstellen darf. Was daran so besonders sein soll? Das Team besteht aus einem hundeverrückten Frauchen oder Herrchen (ja, ja ich weiß, das sind wir ja alle) und aus einem sogenannten Second hand Hund, der noch einmal die Chance bekommen hat, in seiner neuen Familie voll durchzustarten und die Zähler (fast) auf Null zu setzen. Jetzt heißt es wieder Augen auf und Öhrchen gespitzt, wir gehen mit unserer Miniserie "Mit Herz und Handschellen" in die dritte Runde! Wie immer gibt es genau sieben Fragen und sieben ehrliche Antworten!

 

Dieses Mal treten Sabrina und Luke an, um unsere Fragen zu beantworten. Und so viel sei verraten, es wird international! Luke kommt eigentlich aus Spanien und hat bei Sabrina und ihrem Freund Christian ein neues und vor allem auch ein sehr sportliches Zuhause in Österreich gefunden. Mit seinem Frauchen und Herrchen hat der kleine Mischlingsrüde echte Experten an seiner Seite, wenn es darum geht, Berge zu erklimmen und Hürden zu überwinden. 

 

War es bei euch Liebe auf den ersten Blick und wie bist du auf Lukes „Kontaktanzeige“ aufmerksam geworden?

 

Also das ist im Prinzip eine etwas längere Geschichte. Ich hoffe Ihr habt Zeit? Luke war „eigentlich“ unsere zweite Wahl und der letzte Versuch, doch noch Vertrauen in den Tierschutz im Ausland zu haben. Wir sind an einen betrügerischen Verein geraten und hatten uns eine kleine Hündin aus Rumänien ausgesucht. Wir freuten uns riesig, hinterfragt haben wir die Dinge aber, naiv wie wir waren, nicht. Doch dann verschoben sich die Transporttermine. Den Hund persönlich aus Rumänien holen, durften wir aber auch nicht. Irgendwas war faul, das blühte uns nach zwei Monaten mit Terminverschiebungen. Das „Schutzgeld“ hatten wir bereits bezahlt. Irgendwann nach großem Streit mit dem Verein wurde klar, es gibt diese Hündin gar nicht. Zumindest nicht bei diesem Verein. Der „klaute“ Bilder von anderen Vereinen und „vermittelte“ die Hunde auch über Facebook. Um es abzuschließen: Das Geld sahen wir nicht wieder und das Vertrauen war irgendwie weg. Und dann stolperte ich über einen schwarzen Welpen mit einer weißen Pfote – es war sofort um uns geschehen. Also doch Liebe auf den ersten Blick. Aber wir trauten uns leider nicht mehr drüber. Aber diese Organisation „weil Tiere lieber leben e.V.“ blieb an uns dran und wollte uns davon überzeugen, dass Tierschutz sehr wohl Gutes bewirkt. Sie wollten uns unser Vertrauen wieder schenken. Und dieser kleine Welpe mit der weißen Pfote hieß damals noch Thor und saß in Spanien. Wir konnten ihn nicht dort sitzen lassen und ließen uns noch einmal darauf ein. Wenige Zeit später war er dann da, unser kleiner Spanier: gesund und voller Lebensfreude. Wir waren überglücklich, dass wir so gut betreut wurden von der Organisation, und sind unendlich dankbar für diesen Hund. Jetzt heißt er Luke Skywalker und ist Wahl-Österreicher. Zusammen sind wir eine ziemlich internationale  Verbindung: Christian ist Österreicher, ich komme aus Deutschland und Luke eben aus Spanien.

 

 

 

 

Wenn du Luke mit drei Worten beschreiben solltest, welche wären das?

 

Treu, sportlich und verschmust.

 

 

 

 

Was sind eure größten Gemeinsamkeiten?

 

Oh das ist eine schwierige Frage. Also ich denke unsere größte Gemeinsamkeit ist die Liebe zu den Bergen und dem Bergsteigen. Für Luke gibt es nicht schöneres als mit uns Bergsteigen zu gehen. Im Sommer ist er immer dabei, wenn wir klettern müssen: Dann kommt er in den Rucksack und hat da seinen Ehrenplatz. Im Winter wäre unser Luke auch immer gerne dabei. Aber unserem kleinen Spanier wird schnell kalt – die Unterwolle fehlt. Und dann geht er seiner größten Leidenschaft nach: auf dem Sofa liegen.  Das ist unsere zweite Gemeinsamkeit, wir genießen es auch sehr auf dem Sofa zu liegen. Und essen, ich glaube gutes Essen ist unsere dritte Gemeinsamkeit.

 

 

 

 

 

Hand aufs Herz: In welchen Situationen würde Luke dich am liebsten auf den Mond schießen?

 

Immer dann, wenn ich es mir erlaube, ohne ihn mit dem Auto weg zu fahren. Er wäre am liebsten immer dabei. Und ja, er ist sogar immer mit bei uns im Büro. Und dann gibt es den Moment, wo wir ihn mal auf seinen Platz schicken. Das ist in diesem Fall sein eigenes Hundebett – er verwechselt es gerne mal mit dem Sofa und schaut uns vorwurfsvoll an, wenn wir ihm sagen, dass wir sein eigenes Bettchen mit Platz meinen. Dieser Blick ist unbezahlbar.

 

 

 

 

Ihr müsst euch entscheiden: Würdet ihr eher ein verschneites Wochenende auf einer Berghütte verbringen oder doch lieber am Strand von Ost- oder Nordsee Muscheln sammeln?

 

Oh diese Frage kann ich schnell und einfach beantworten. Natürlich ein verschneites Wochenende auf der Berghütte, denn wir sind Bergliebhaber durch und durch. Das ganze kann man auch auf unserem Blog www.wusaonthemountain.at verfolgen. Immer wenn Luke, Christian und ich unterwegs sind, gibt es dort Berichte und Bilder. Aber natürlich möchte ich mit Luke gerne auch mal an den Strand – denn seine Wurzeln hat er ja in Spanien und dem Meer. Da möchte ich ihm das Meer zumindest einmal zeigen.

 

 

 

 

Auf welches Equipment könnt ihr beide nicht verzichten?

 

Luke braucht zwischendurch immer seine Kauwurzel zu Hause. Ich glaube, das ist sein Ventil wenn er mal Stress hat, dann kaut er eine Zeit lang und dann ist er wieder ruhig. Und grundsätzlich können wir nicht auf Halsbänder verzichten. Wir haben ziemlich viele – das verhält sich bei ihm so wie bei mir mit Schuhen. Kann man nicht genug haben. Und wenn wir Bergsteigen, dann hat Luke sein richtiges Geschirr an. Das von Ruffwear, mit dem er notfalls sogar abgeseilt werden könnte.

 

Wenn du auf eure Anfangszeit zurückblickst, welche Dinge würdest du im Nachhinein eventuell ganz anders angehen?

 

Darf ich ehrlich sein? Ich würde nichts ändern, denn ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen „einfacheren“ Hund gehabt, als Luke. Von Anfang an war er so auf uns fixiert und wollte alles richtig machen. Er war nach sechs oder sieben Tagen stubenrein, hat sofort angezeigt wann er musste. Im Büro hat er sich gleich angenehm eingefügt. Hat gelernt, im Büro zu schlafen, hat zu Hause nie irgendetwas angeknabbert oder kaputt gemacht. Manchmal ist er einfach zu gut und schön um wahr zu sein. Und ja – ich würde wieder einen Tierschutzhund nehmen. Aber nur noch von unserem Verein des Vertrauens.

 

 

 

  

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Ich bin mir ganz sicher, dass sich Alma sofort in Luke Skywalker verlieben würde. Wenn sie doch nur seine weißen Pfötchen sehen könnte... Das ist übrigens nicht die einzige Gemeinsamkeit mit Luke. Wir geben es zu, wir lieben auch die Ruffwear Geschirre und Alma denkt meistens auch, dass unser Bett mindestens zu 2/3 ihr gehört.

Ich bin Sabrina so dankbar, dass sie uns auch über eine schlechte Erfahrung mit einer Tierschutzorganisation berichtet hat und darüber, dass das eben noch lange kein Grund ist, auf Second hand Hunde zu verzichten! Und mal ganz ehrlich, wenn man sieht, wie gelassen und glücklich Luke mit seiner Familie in den Bergen unterwegs ist, dann kann man sich doch einfach nichts Schöneres vorstellen. Wir wünschen Luke, Sabrina und Christian weiterhin viele spannende Abenteuer in den Bergen. Kommt bitte immer wieder gesund und munter von da oben runter. An dieser Stelle müsst ihr mir verraten, ob es da eigentlich einen besonderen Spruch, gleich dem "Petri Heil" der Fischer, gibt! 

Und wer einfach nicht genug von spannenden Berichten rund um Bergsteigen, Skitouren oder Expeditionen und natürlich fantastischen Bildern bekommen kann, der kann die Drei gerne auf ihrem Blog www.wusaonthemountain.at auf Facebook oder Instagramm besuchen!

 

Vielen Dank für eure Teilnahme Luke, Sabrina und Christian

 

Eure Anja und Frau Alma 

 

Kommentare

Sabrina
18.01.2017 22:17

Hi,

jetzt verrate ich Dir noch, was man sagt, wenn man den Gipfel erreicht: Berg heil! 🍀 Ganz simpel und einfach. Und wir versprechen Dir, das wir bemüht sind immer gesund wieder runter zu kommen! 

LG und Danke noch mal, Sabrina

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