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Die Zeit zwischen den Jahren hat irgendwie etwas ganz Besonderes. Weihnachten ist gerade vorbei und Silvester als großer Jahresausklang steht schon fast vor der Tür. Viele von uns haben zwischen den Feiertagen frei und können die Zeit zu Hause mit ihren Liebsten um sich herum verbringen. Vielleicht blickt ihr auch auf die vielen Momente des Jahres zurück, die fröhlich, erlebnisreich, aber zuweilen bestimmt auch traurig und anstrengend waren.

Alma und ich hatten ein gutes Jahr, obwohl es bei Alma gesundheitliche viele bange Stunden gegeben hat und Alma in diesem Jahr viermal operiert werden musste. Aber sie hat es geschafft und dafür bin ich einfach unsagbar dankbar! Der absolute Höhepunkt in diesem Jahr waren für mich drei Oktobertage an der Ostsee. Unbeschreiblich, wie glücklich wir beide waren, mit wie viel Freunde Alma über den Strand gelaufen ist und wie unbeschwert wir die Zeit genießen konnten. 

Kaum zu glauben, wie ich in diesem Jahr überhaupt drei von insgesamt vier Abschlussprüfungen hinter mich bringen und meine Staatsexamensarbeit schreiben konnte, hat doch Almas Krankengeschichte so viel Zeit in Anspruch genommen, dass die Uni fast schon nebenbei und im Schnelldurchlauf erledigt werden musste. 

Und dann haben wir in diesem Jahr endlich angefangen, unseren Blog zu führen – über eine Hundeoma, einen Küchenbegleithund und passionierte Jägerin. Bisher haben wir 41 Artikel veröffentlicht. Mal lustig oder nachdenklich, mal sarkastisch, glücklich oder gerührt. Besonders beliebt waren bei euch, liebe Leser, unsere Beiträge zum Thema „Hunde als Kinderersatz“ sowie unser schonungsloser Bericht über die letzte Badesaison oder das Luxusleben von Frau Alma. Mir lag vor allem unsere Miniserie „Mit Herz und Handschellen“ besonders am Herzen, in der wir euch ganz wundervolle Hunde aus dem Tierheim oder Tierschutz und ihre Geschichten vorstellen durften!

In den letzten Monaten haben wir viele treue Leser gewonnen und ich freue mich nach wie vor über jeden einzelnen Kommentar, auf Facebook genauso wie auf unserer Homepage. Ich durfte so viele wunderbare Hundebesitzer und Hundeblogger kennenlernen und muss immer wieder mit Erstaunen feststellen, wie viele Gemeinsamkeiten wir doch alle haben. 

Gott sei Dank, war Alma in diesem Jahr nicht immer nur der Hauptakteur in unserem Blog. Wer weiß, vielleicht würde sie dann nur noch gockelnd durch die Gegend stolzieren. Ich möchte mich bei allen Freiwilligen bedanken, die ihre Geschichten mit uns geteilt haben! Mit euch ist unser Blog einfach bunter und vielfältiger geworden. Ihr seid großartig und ohne euch wäre es einfach nur langweilig! 

 

Ich freue mich, dass ich euch an dieser Stelle vier weitere Geschichten des Jahres 2016 von fünf sympathischen Menschen und ihren Hunden vorstellen darf. Alle Geschichten handeln natürlich von Hunden und haben das Jahr auf ihre eigene Weise bestimmt und es zu etwas Besonderem gemacht. Aber leider nicht immer zu einem glücklicheren Jahr. Es sind Geschichten von unfassbarem Verlust, einem Neuanfang, dem ersten Welpen und dem Alltag in einer Hundepension. Unterschiedlicher hätten die letzten 360 Tage wohl kaum verlaufen können.

 

 

Saskia und Marian und der Neuanfang mit ihrem eigenen Hundeladen "Lupus Fidelis"

 

Saskia und Marian haben in diesem Jahr den Neuanfang gewagt und ihren alten Hundeladen gegen einen neueren, größeren Laden an einem anderen Standort eingetauscht. Jetzt verbinden sie die eigenen vier Wände und ihren Arbeitsplatz. Die beiden brennen nicht nur für selbstgemachte Leinen, Halsbänder, Hundemäntel und BARF, sondern vor allem für ihre vier eigenen Hunde!

 

 

 

Frau Alma: Bei einem Jahresrückblick darf natürlich die Frage nicht fehlen: Auf was seid ihr in diesem Jahr besonders stolz?

Saskia und Marian: Wir sind stolz darauf, dass wir nach einem arbeitsreichen Jahr, endlich am 5. November unseren neuen, größeren und schöneren Laden „Die Hundehütte“ in Ilberstedt eröffnet haben. Der Umzug in ein neues Leben hat nicht nur für uns beide große Vorteile gebracht, wie z.B. einen Arbeitsweg von nur 10 Minuten, auch unsere 4 Hunde freuen sich über einen eigenen Garten und die gewonnene Zeit, dir wir miteinander verbringen können. 

Frau Alma: Erinnert ihr euch noch an den speziellsten Kunden der vergangenen 365 Tage? Für was hätte er von euch den Pokal bekommen?

Der pokalwürdigste Kunde stand auf einmal bei uns auf der Baustelle, als wirklich noch totales Chaos herrschte. Wir waren gerade dabei, den Fußboden des Ladens zu beschichten, es standen noch allerhand Baustoffe auf dem Hof und die Kältetechniker schlossen die Kühlzellen an. Es sah noch nicht annähernd nach einem Laden aus. Der Kunde wollte sich aber trotzdem „schon mal umsehen“ und konnte nicht verstehen, dass wir ihn leider wieder wegschicken mussten.

Frau Alma: Ihr habt euch in diesem Jahr schon einen großen Traum erfüllen können, wie kann man das eigentlich noch toppen?

Die Ideen gehen uns eigentlich nie aus... Aber wir werden uns nach dem arbeitsreichen Jahr erst Mal etwas Ruhe gönnen und weitere Pläne schmieden!

 

 

Angela und der Verlust ihres geliebten Hundes Bommelchen

 

Angela durchlebte wohl in diesem Jahr all jene Momente, vor denen wir alle Angst haben: Sie verlor auf tragische Weise ihre geliebte Cattle-Hündin Murmel, auch genannt Bommelchen. Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie uns so offen von ihrer Trauer erzählt.

 

 

  

Frau Alma: Angela, du hast in diesem Jahr deinen Hund, die Murmel sehr plötzlich und ohne jegliche Vorwarnung verloren, was hat dir geholfen weiterzumachen?

Geholfen hat eigentlich gar nichts, weil es einfach nichts gibt, was hilft. Die Welt steht still und du schaust dir selbst dabei zu, wie du darauf wartest, dass die Zeit sich mal beeilt und deine Wunden heilt. Ich musste einfach weitermachen, weil hier noch zwei Hunde leben, die versorgt werden müssen. Vielleicht ist dieses „Müssen“ eine Art von Hilfe. Vielleicht hilft dieses „Müssen“, aber auch nur dabei, vor dem Schmerz davon zu laufen. Der Tag an dem dein Hund stirbt, ist der einzige Tag, an dem du bereust, einen gehabt zu haben.

Frau Alma: Wenn du einen Augenblick dieses Jahres noch einmal erleben könntest, welcher wäre das?

Es gibt keinen bestimmten Augenblick, es sind die vielen kleinen Momente. Für die würde ich alles geben, um sie zurück zu bekommen. Der Seehund Geräusch beim Aufstehen oder wenn sie aufgeregt war. Der Blick, mit dem sie jeden Abend punkt 22.00 Uhr ins Wohnzimmer kam, um mir zu sagen, dass jetzt mal Zeit fürs Bett ist. Dass sie ihre Spaziergänge mehr mit den Pfoten in der Luft, als auf dem Boden verbracht hat. Einer der schönsten Tage war einer ihrer Letzten. Bommelchen, ihr Seepferdchen, Sommer und die Elbe. 

Frau Alma: Hat der Verlust deine Einstellung oder Sichtweise auf bestimmte Dinge verändert und dich vielleicht in deinen Plänen für das nächste Jahr beeinflusst?

Ich weiß das jetzt hier wohl stehen sollte, dass sich das Leben mehr liebe und intensiver lebe, weil dieser kleine verrückte rote Hund das Leben so wahnsinnig geliebt hat. Klingt schön, ist aber nicht wahr. Die Wahrheit ist, dass ich das Leben einfach nur noch unfair finde. Es macht mich wütend und bitter, dass sie nicht weiterleben durfte und ja verdammt, ich weiß, dass ist böse, aber ich denk oft, warum sie und nicht der blöde Hund von Nebenan, den ich eh noch nie leiden konnte? Ihr Tod hat mein Leben in vielen Dingen schlechter gemacht. Ich habe ständig Angst, noch einen Hund zu verlieren. Die einzige Sicht die sich verändert hat, ist wohl die auf die Dinge, die mich heute nerven und von denen ich habe weiß, wie sehr sie mir fehlen werden, wenn der Hund dazu fehlt. Phoebe muss jeden Tag den Staubsauger sagen, was sie von ihm hält. Die Spuren sind ihm deutlich anzusehen. Was hat es mich genervt! Inzwischen ist es mir egal und vielleicht mag ich das sogar, weil es so sehr zu ihr gehört. Und ich habe jetzt schon Angst vor dem Tag, an dem der Staubsauger nicht mehr malträtiert wird. Das wird dann nicht mehr normal sein. Genauso wie Betten beziehen nicht das Gleiche ist, wenn sich keine Bommel mehr durchrollt und eine Party feiert. Ich werde Heißluftballons und Feuerwerk bis ans Ende meiner Tage hassen, weil sie Bommelchen Angst gemacht haben. Vielleicht kommt der Tag, an dem die guten Erinnerungen Gold wert sind und ich nicht mehr das Gefühl habe, dass es mir das Herz zerreißt, sie jeden verdammten Tag neu vermissen zu müssen. 

 

 

Susanne und der jährliche Trubel in ihrer Hundepension "Hand in Pfote"

 

Ich bewundere Susanne einfach für ihre Konsequenz in Sachen Hundeerziehung und das Management ihrer eigenen Hundepension. Aber jetzt wird es Zeit, auch mal Klartext zu reden und die Katze aus dem Sack zu lassen!

 

 

 

Frau Alma: Sanne, gab es in diesem Jahr eine Situation, in der du am liebsten den Schlüssel zu deiner Wohnung und damit auch zur Hundepension an den Nagel gehangen hättest?

Mit Sicherheit sogar mehrere! Allerdings sind diese Situationen immer wieder ganz schnell vergessen. Wobei...die anderthalb Kilo angedautes Fleisch, die mir die Dogge vor mehreren Monaten ins Wohnzimmer gekotzt hatte, haben sich schon in mein Gedächtnis gebrannt!

Frau Alma: Ich stelle es mir persönlich zuweilen sehr stressig vor, ständig sehr viele Hunden mit unterschiedlichen Angewohnheiten, Bedürfnissen und Macken um sich herumwuseln zu haben. Bitte verrate uns, wie du so ruhig und gelassen bleiben kannst und das Ruder immer fest in der Hand behältst!

Es ist wahrscheinlich wie bei einer Omi mit ihren Enkelkindern: Ich weiß, dass sie wieder abgeholt werden! Im Haus achte ich darauf, dass Ruhezeiten eingehalten werden, das hilft mir, meine Akkus wieder aufzuladen. Besonders freuen mich aber auf einzelne Hundepersönlichkeiten, die sich in meiner kleinen Hundepension zum Positiven entwickeln können. Das gibt Kraft und Zuversicht für neue Knallköppe!

Frau Alma: Wo und wie feierst du dieses Jahr Silvester?

So genau weiß ich das ehrlich gesagt noch gar nicht. Definitiv aber mit meiner kleinen Familie, unseren Hunden Hermann und Olaf und dem ein oder anderen Gasthund.

 

 

Steffi und der Einzug der kleinen Dori

 

Steffi hatte bis Anfang des Jahres bereits zwei Hunde aus dem Tierheim bzw. Tierschutz. In diesem Jahr hat sie beschlossen, dass ein Welpe einziehen soll, um das Rudel nun komplett zu machen! Sie berichtet uns von ihrem ersten Jahr als frischgebackenen Welpendompteuse!

 

 

 

Frau Alma: Steffi, du hast bereits zwei wundervolle Hunde aus dem Tierheim, die schon lange bei dir leben. Dieses Jahr machte dann jedoch ein Welpe eure Familie komplett. Wie kam es zu der Entscheidung?

Alle guten Dinge sind drei! Der Wunsch nach einem dritten Hund, der unser kleines Rudel komplettiert und mit dem ich auch weiterhin aktiv Sport machen kann, bestand schon eine Weile, aber eigentlich war Dori dieses Jahr noch gar nicht geplant. Als mir meine Freundin dann aber ein Bild von ihr schickte und ich mich auf nach Berlin machte um sie einfach nur mal anzusehen, war die Sache wohl schon besiegelt. Es war also eher eine Entscheidung mit Herz und Bauch. Ich habe mich sofort in die kleine Dori verliebt und fand auch Mutti Pia mehr als überzeugend und so habe ich sie am gleichen Tag mitgenommen. Natürlich völlig unvorbereitet ... aber das war ja schon bei Hazel nicht anders. Scheinbar kommen Hunde nie geplant zu uns!

Frau Alma: Ich kann mir vorstellen, dass man mit vielen Dinge rechnet, wie Pfützen und Häufchen in der Wohnung etc. Raus mit der Sprache, welche Dinge hat Dori alles angestellt und hat sie deine Vorstellungen in dieser Beziehung übertroffen?

Aufgrund der Rasse hatte ich mich auf Wutanfälle eingestellt, aber Dori ist einfach ein kleiner Muster-Welpe. Am Anfang liebte sie Klorollen und Lappen, also Dinge, die man sehr gut verschmerzen kann. Auch Schuhe, Unterwäsche und Decken liebt sie zum Knabbern. Das macht sie aber nicht böswillig, sondern einfach nur, weil ihr danach ist. Mit der Stubenreinheit ging es auch ziemlich schnell voran. Ich kann also nicht sagen, dass sie meine Erwartungen irgendwo übertroffen hat, eher untertroffen! Sie ist wirklich ein ganz artiger Welpling gewesen. Dazu hat sicher auch sehr viel ihre Züchterin beigetragen. Dori konnte so von Anfang an eine gewisse Zeit alleine bleiben, fuhr super artig im Auto und war an die Box gewöhnt, das wohl wichtigste Welpen-Utensil!

Frau Alma: Die kleine Dori komplettiert nicht nur eure Familie, sondern hat sie bestimmt auch verändert, wie gehen deine anderen Mädels damit um und wer ist eigentlich der Chef des Trios?

Ich glaube einen wirklichen Chef, der alles bestimmt gibt es bei uns nicht. Ehrlich gesagt mag ich es auch nicht, wenn Hunde im Rudel zu viel selbst klären müssen. Lucy darf sagen, wenn sie genervt ist vom Spielen der großen Braunen, da bedarf es keine großen Worte, sie stellt sich einfach stocksteif zwischen sie und dann hören die Beiden damit auf und legen sich artig hin. Aber das ist auch schon das einzige, was sie klärt, denn mehr gibt es auch nicht zu klären. Bei Hazel haben wir gemerkt, dass sie befreundeten Hunden nie im Leben eine deutliche Ansage machen würde, wenn die ihr auf die Nerven gehen, also darf sie zu uns kommen, wenn sie von Doris Temperament genervt ist und wir halten ihr dann die Nerveule vom Leib. Viel geändert hat sich nicht. Für Hazel ist es toll, dass sie eine beste Freundin gefunden hat, die genauso bekloppt spielt, wie sie selbst und Lucy hat endlich jemanden, der ihr die lästige Körperpflege abnimmt und sie hingabevoll putzt! Ich hätte nie gedacht, dass es so toll und harmonisch zu dritt wird. Ich bin darüber mehr als dankbar, denn ich glaube jeder hat seinen Platz im Rudel gefunden. Zum Anfang waren Hazel und Lucy nicht wirklich begeistert, als Dori ankam. Die Beiden wollten sie die ersten zwei Tage auch nicht auf die Couch lassen oder von ihr bekuschelt werden. Wir haben das akzeptiert, damit Dori auch erstmal lernt, kleine Brötchen zu backen und haben unsere beiden älteren Mädels darin auch bestärkt. Nach ein paar Tagen hatte sich Dori bei beiden dann aber ins Herz gemogelt! Die Drei halten sehr stark zusammen, vor allem Dori und Hazel. Wird die eine von einem anderen Hund bedrängt, ist die andere zur Stelle. Hazel hat auf ihre Dori auch immer ein wachsames (zu wachsames) Auge, wenn diese mit anderen Hunden spielt. Und eines hat sich natürlich noch verändert: Wir haben jetzt noch weniger Platz im Bett!

Frau Alma: Ich weiß, dass bei euch immer etwas los ist und es nie langweilig wird. Auf was freut ihr euch im kommenden Jahr ganz besonders?

Ich freue mich auf sooooo viele Dinge im nächsten Jahr! Zwei geplante Urlaube: Mit dem Auto durch Norwegen, wandern und die Landschaft genießen, sich abends im Zelt zusammen kuscheln. Das schönste überhaupt. Ein weiteres Agility-Jahr mit den EO-Qualis und Doris ersten AGI-Seminar. Vielleicht auch ihr erster Turnierstart. Es gibt für sie noch so viel zu lernen und es macht so viel Spaß ihr dies alles beizubringen. Ich freue mich auf den Sommer und das gemeinsame Schwimmen mit den Belgiern! Ich hoffe einfach, dass wir alle gesund und fit bleiben und dass wir das neue Jahr genauso genießen können, wie 2016!

 

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Wir danken euch für diesen sehr persönlichen und offenen Jahresrückblick und wünschen euch  und unseren Lesern ein glückliches und gesundes neues Jahr! Genießt die Zeit zusammen mit euren Familien und passt auf euch auf!

 

Eure Anja und Frau Alma

 

 

 

 

 

Kommentare

Claudia
26.01.2017 10:52

Hallo, 

Hihi...super Beitrag. Immet wiedet lese ich bei euch gern. Lg Claudia und Lady von www.hundeseele.at

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