04.12.2016
Newsbild

Dezember bedeutet für mich nicht nur Weihnachtsmarkt, Christbaumschmuck, gemütliche Abende mit Familie und Freunden, sondern ist für mich auch der Monat, um das Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Welche Momente waren besonders aufregend, welche besonders glücklich und an welcher Stelle mussten wir die ein oder andere Hürde meistern?

 

Für mich war es mein erstes „Blogger-Jahr“. Noch immer ist das alles ganz schön aufregend und vor allem neu. Damit bin ich natürlich nicht allein und aus diesem Grund hat Frau Alma sechs weitere Newcomer der Hundeblog-Szene zum Plausch eingeladen. Mit dabei: Sandra vom Blog dreipunktecharlie, Jasmin mit ihrem Blog sheltiebailey, Kim, die ihre Gedanken als Gastbloggerin auf verwauzt und zugebellt veröffentlicht, Sandra J., die Shiva Wuschelmädchen zu Wort kommen lässt, Isabell, die auf ihrem Blog verwauzt und zugebellt vom Leben mit ihrem Senfhundmischling berichtet, und Stephanie, Schriftführerin von The Pell-Mell Pack. Was dabei herausgekommen ist? Ein Jahresrückblick über Aufrufzahlen, Verwechslungsgefahren, Rotweinkonsum, Quasselstrippen und natürlich über das erste Jahr mit dem eigenen Dog-Blog!

 

Frau Alma: Ihr Lieben, ihr seid nicht nur alle auf den Hund gekommen, sondern auch auf das Bloggen, was macht für euch den Reiz daran aus?

 

Isabell: Der Arschtritt! Ohne Blog würde ich vieles nicht machen!

Sandra M.: Das Bloggen war anfangs für mich nur eine Art "Tagebuch für Freunde" um über Charlie auf dem Laufenden zu halten. Mittlerweile genieße ich allerdings das Schreiben an sich und finde es super, welche Möglichkeiten zum Austausch sich ergeben haben. Ein weiterer Nebeneffekt: Ich habe viele nette Menschen (virtuell) kennen gelernt. 

Sandra J.: Das Schreiben an sich ist mein Hobby. Ich bin von Natur aus ne Quasselstrippe und so verbinde ich meine Leidenschaft mit meinem natürlichen Mitteilungsbedürfnis.

Stephanie: Ich hatte schon lange die Idee und eine ungenutzte Website, mit der ich am Anfang rumspielte. Da mich das aber frustrierte, ich aber nicht aufgeben wollte, ging es bei Wordpress etwas professioneller weiter. Dass es nun gerade ein Blog über Hunde wurde liegt daran, dass ich hier das größte Mitteilungsbedürfnis habe. 

Jasmin: Ich habe so endlich eine Möglichkeit gefunden, meine beiden, nein meine drei liebsten Hobbys miteinander zu vereinen: Hund, Schreiben und Fotografieren!

 

 

Frau Alma: Das Besondere an unserer Runde ist ja, dass wir alle noch relativ frisch im Geschäft sind, sozusagen noch als junges Gemüse durch die Blogger-Welt laufen. Welche Ideen oder Herzensangelegenheiten konntet ihr bereits umsetzen?

 

Sandra M.: Ich verfolge kein bestimmtes Ziel. Ich schreibe einfach darauf los, es ist eine Art Ersatz-Tagebuch und Informationsquelle für Freunde und vielleicht auch für Hundehalter, deren Hund ebenfalls an PRA [Anm. PRA bedeutet Progressive Retina Atrophie und ist eine Erkrankung der Netzthaut] ist. Denn medizinische Infos dazu findet man viele, ausführliche persönliche Erfahrungen hingegen wenig. Insofern setze ich mit jedem Beitrag meine Herzensangelegenheit um.

Sandra J.: Ich schreibe um den Erzählenswillen. Es ist für mich Erinnerung und auch schön zum Nachlesen. Manchmal fällt mir was ein, was ich unbedingt schreiben möchte, das ist dann in dem Moment eine Herzensangelegenheit, wie jetzt meine Blogparade: Keine Tiere unterm Weihnachtsbaum. Oder meine Liebeserklärung an mein Wuschelmädchen vor ein paar Tagen. Da ich aber grundsätzlich planlos vorgehe, entstehen solche Dinge im Schreiben.

Kim: Ich muss mich da ehrlich gesagt Sandra anschließen. Ich sehe meine Beiträge als eine Art Aufzeichnung für mich, als Gedankenstütze oder einfach als eine Art "Tagebuch". Ich schreibe überwiegend für mich und einen kleinen Kreis von Leuten (z.B. wenn ich gebeten werde etwas zu schreiben). In jedem Beitrag steckt daher etwas, was ich gerne umsetzen wollte. Zum Beispiel wollte ich schon immer eine Trickanleitung schreiben, weil wir so oft darum gebeten werden. Allerdings waren das bisher eher so allgemeine Bitten und es ist einfach so viel Aufwand, dafür extra Fotos zu schießen und genau zu überlegen, wie man die Schritte nun aufteilt. Jetzt wurde ich tatsächlich mal darum gebeten genau diesen einen Trick zu erklären. Da hat es dann am Ende auch richtig Spaß gemacht direkt Feedback zu kriegen, dass der Beitrag der Person auch gefällt (und jetzt auch immer noch Feedback mit Trainingsfortschritten zu erhalten).

Stephanie: Meine Inhalte entsprechen dem, was mich gerade beschäftigt. Da gibt es keinen großen Plan. Aber die technische Seite, die Umsetzung, das ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich wollte das für mich: den Umgang mit Social Media (ich war vor dem Blog noch nicht mal bei Facebook), die Gestaltung des Blogs, das Schreiben wiederentdecken, das ich verloren glaubte, fotografieren lernen. Das sind Erfahrungen aus der bisherigen Zeit des Bloggens, die mir für mich am Herzen lagen und liegen.

Isabell: Oh schon einige. Wir waren beim Tough Hunter, beim Frisbee Seminar, bei ganz vielen anderen Seminaren und haben einfach unwahrscheinlich viel gelernt. Durch die Blogparade mit der Budgetliste haben wir auch so ein Bisschen einen Plan wo es noch hingehen soll für uns.

Jasmin: Mir fallen spontan zwei Herzensangelegenheiten ein, die ich in meinem Blog verwirklichen konnte. Ich bin schon länger auf Instagram sehr aktiv und zeige dort täglich meine Fotos. Da mich dort viele nach Tipps zur Fotografie gefragt haben, konnte ich so mit meinem Blog eine Möglichkeit schaffen erklärende Beiträge zu gestalten, die es jedem möglich machen die Fotografie zu erlernen... Und bevor ich jetzt doch noch zu viel erzähle, schnell noch zu meiner zweiten Herzensangelegenheit: Mein Blogbeitrag "Überlegung vor dem Hundekauf". Da mir gerade über Instagram viele sehr junge Follower schreiben, dass sie so gern einen Hund hätten und ich denke viele wissen gar nicht, was das genau bedeutet.

 

 

Frau Alma: So ein Blogger-Dasein kann zuweilen auch recht anstrengend sein, gerade wenn man daneben Familie, Hund und Beruf oder Ausbildung managet. Hand aufs Herz, gab es in den letzten Monaten Situationen, in denen ihr an eure Grenzen gestoßen seid?

 

Isabell: Definitiv und irgendwie gefühlt ständig! 

Sandra M.: Der Blog ist für mich ein Hobby, bei dem ich persönlich abschalten kann. An meine Grenzen stoße ich eher bei den sozialen Netzwerken (Instagram, Twitter, Facebook), die viel schnelllebiger erscheinen und häufiger bedient werden müssen. Wenn ich sehe, was andere Blogger da leisten, erblasse ich vor Neid.

Kim: Das ist genau der Grund, weshalb ich meinen eigenen Blog aufgelöst habe und von Isabelle quasi adoptiert wurde. Einen Blog neben meinem dualen Studium alleine zu versorgen wäre für mich zu stressig geworden, denn teilweise habe ich hier echt keine Zeit. Auch meine Facebook-Seite liegt hier teilweise ein paar Tage brach, allerdings ist es da viel leichter Mal eben schnell ein Bild hochzuladen mit drei oder vier Zeilen Text, während ich bei Blogbeiträgen viel länger zum Schreiben und zur Bilderauswahl benötige.

Sandra J.: Naja, ich lass mich davon nicht hetzen. Mir geht es wie meiner Namensvetterin... Eher stressen mich Instagram, Twitter und Facebook. Ich bin da nicht so hinterher und trödele eben auch mal rum. Dann merk ich, dass ich schon wieder hinterherhäng und dann möchte ich auch nicht nachlatschen, also hängt das manchmal in den Seilen. Mein Blog ist mein Baby und macht Spaß.

Stephanie:  Ja, da bin ich definitiv an meine Grenzen gestoßen. Ich bin dann auch eher ein kleiner Bullterrier. Verbeiße mich und lasse nicht locker. Ich versuche gerade, das alles so zu organisieren, dass es in mein Leben passt und die Freude nicht verloren geht. Dann würde ich nämlich aufhören.

Isabell: Wie gesagt, wir haben die Diskussion mit dem "blöden" Blog immer wieder. Grade weil mein Partner und ich uns nur am Wochenende sehen und da bin ich meistens unterwegs. Ziemlich kniffelig aber bislang mit schlaflosen Nächten und Co. umsetzbar ohne größere Schäden. Nur der Weinverbrauch ist definitiv gestiegen!

Jasmin: Ja gerade jetzt bin ich doch etwas im Stress. Ich weiß an manchen Tagen gar nicht, was ich zuerst oder zuletzt tun soll. Ich fühle mich meinem Blog und vor allem meinen Followern gegenüber auch irgendwie verpflichtet und dann natürlich auch noch den Kooperationspartnern. Wobei ich mich den beiden Sandras anschließen kann. Social Media stresst mich da doch viel viel mehr. Da wird auch eben häufiger, aktueller Content von mir erwartet. Aber es macht ja auch Spaß.

 

 

Frau Alma: Ich habe mir unlängst meinen ersten Beitrag noch einmal durchgelesen. Mir kam es vor, als wenn zwischen der Veröffentlichung und jetzt eine Ewigkeit liegen würde. Daran zeigt sich für mich vielmehr, wie schnelllebig doch unsere Zeit ist. Wenn ihr eure Beiträge gedanklich noch einmal durchstöbert, welcher ist euch eurer Meinung nach besonders gut gelungen und mit welchem Beitrag hattet ihr das Gefühl, den Nerv eurer Leser getroffen zu haben?

 

Sandra M.: Ich erhalte immer dann mehr Resonanz als gewöhnlich, wenn ich besonders persönlich oder emotional schreibe. Und mein Lieblingsbeitrag ist laut Statistik auch der meistgelesene. [Anm. "Charlie ist nichts von dem, was ich wollte"]

Stephanie R.: Definitiv auch mein liebster Artikel von Euch. Wobei mir schon bei ein paar Artikeln die Tränen kamen.

Kim: Da aktuell nicht mehr so viel von meinen alten Beiträgen zu finden ist, kann ich hier nur von einer Hand voll Beiträge sprechen, die noch online sind. Davon ist zumindest meinem Gefühl nach der Beitrag zur Geräuschdesensibilisierung ["Ups - Desensibilisierung auf Geräusche"] der, der die meisten Leute erreicht hat. Jedoch habe ich ihn von vornherein für eine Gruppe getippt, wo darum gebeten wurde. Darüber hinaus wurde er dann auch noch in eine andere Gruppe mit passendem Thema verbreitet.

Sandra J.: Ich merke, dass sich mein Schreibstil geändert hat. Nicht viel, aber für mich merklich. Ich kann gar nicht sagen, welches die beliebtesten Beiträge sind. Einer war gerne gelesen, das war ein Gastbeitrag. Ansonsten hab ich Rausreißer, wenn Shiva besonders frech aus dem Nähkästchen plaudert.

Stephanie R.: War das eDgar?  Ich glaube, so viele wollten schon wissen, wie Susanne auf den Namen kam.

Sandra J.: Ja, der auch... ich glaube, ich lasse keine beliebten Blogger mehr Gastbloggen... die stehlen mir die Show. *grins*

Stephanie: Ach quatsch. Nur kleine weiße Hunde mit Berliner Schnauze. Ich hänge an vielen meiner Beiträge. Insbesondere an meinen zwei Beiträgen zu meiner alten Dame Paula. Denn hier habe ich mir selbst den Spiegel vorgehalten und nicht gesehen, was ich erwartet hätte. Aber mein ungeschlagen beliebtester Beitrag mit einer Dezimalstelle Abstand zu allen anderen in den Aufrufzahlen, ist einer, von dem ich es nie erwartet hätte, "Einen Aussie scheren?".

Isabell: In meinen Augen unser Artikel über Bindung und die Hundeseele - aber vielleicht auch nur, weil ich emotional so dranhing und -hänge.

Jasmin: Ich glaube mir ist der Beitrag zum Thema Hund und Beruf besonders gut gelungen. An dem saß ich aber auch wochenlang. Das Thema war mir einfach zu wichtig, um es einfach nur mal eben hinzuklatschen. Das war dann auch der erste Beitrag zu dem ich wahnsinnig viele Kommentare bekommen habe und das ist meistens der beste Indikator dafür, dass man einen Nerv getroffen hat. [Anm. "Hund und Beruf - ein unmögliches Ding?"]

 

 

Frau Alma: Für mich muss ein Blog vor allem authentisch sein. Das bedeutet aber für mich auch, dass ich objektiv betrachtet sehr viele persönliche Dinge preisgebe, wie z.B. mein Familienmodell, meine Ängste und Fehler. Während ich schreibe, ist das mir meistens gar nicht so bewusst. Erst wenn der Beitrag online ist und ich sehe, wie viele Leser der Beitrag erreicht hat, realisiere ich, dass ich eben nicht nur für mich schreibe – ich weiß, das klingt verrückt. Andererseits habe ich mich wahnsinnig gefreut, als der erste „fremde“ Leser einen Kommentar auf meiner Seite hinterlassen hat. Welches Feedback habt ihr in den letzten Monaten erhalten? Über welche Kommentare konntet ihr euch freuen und welche haben euch vielleicht auch verletzt?

 

Sandra M.: Zum Glück hatten wir bisher noch keine negativen Kommentare, dafür sind wir nicht bekannt genug. Grundsätzlich freue ich mich über jeden Kommentar, aber es gibt Follower, die herausstechen: besonders originelle, witzige und emotionale Kommentare. Da zittern mir vor lauter Vorfreude schon beim Öffnen die Hände.

Kim: Ich habe vor einiger Zeit einen Beitrag verfasst, wo es sich tatsächlich um sehr persönliche Dinge (psychisch) handelte. Dieser ist aktuell nicht mehr auffindbar, jedoch habe ich auch da nach der Veröffentlichung erst bemerkt, dass es doch ein paar mehr Leute gelesen haben, als ich vermutet habe. Viele sonst stille Leser haben sich in Kommentaren oder per Mail gemeldet und mich so unterstützt. Das hat mich sehr gefreut.

Sandra J.: Mir wird das auch immer erst bewusst, wenn ich sehe, wer alles kommentiert oder "Gefällt mir" drückt. Ich gebe viel von mir Preis und mache mich insofern angreifbar, aber darüber mache ich mir nie vorher Gedanken. Negativ hatte ich bisher nur auf FB mehrere Erlebnisse. Mal jemand, der mir bewusst schaden wollte und mal eine, die halt meinte, mit erhobenem Zeigefinger lebt es sich besser. Der eine hat ne Unterlassungsklage an den Hals bekommen und die andere einen schnippischen Kommentar. Ich bin da ziemlich direkt.

Stephanie: Wenn ich mal was habe, wünsche ich mir Dich an meine Seite. Mir geht es wie Sandra. Wir sind zum Glück sehr klein und fliegen unter dem Radar. Bisher kam nur Feedback, über das ich mich sehr gefreut habe. Allerdings scanne ich bei manchen Themen den Artikel noch mal, ob ich Angriffe gut wegstecken würde. Ich habe ein paar Artikel zu einem Thema als Entwurf, die vielleicht nie das Licht der Welt erblicken, weil hier selbst konstruktive Kritik meinen wunden Punkt treffen würde.

Isabell: Also da ich ja fest angestellt arbeite, kann ich leider nicht so offen schreiben wie ich manchmal gerne möchte. Die Öffentlichkeit ist eben doch manchmal auch gefährlich, sodass man gut überlegen muss. Ich freue mich aber, um ehrlich zu sein, über jeden einzelnen Kommentar, wenn sich jemand die Zeit nimmt, den Mist den ich verzapft habe, auch zu lesen und dann sogar noch zu antworten. Richtig, richtig, richtig gefreut habe ich mich, als wir über den Tough Hunter schrieben und eine Freundin, die ich sehr sehr lang nicht gesehen habe, als Kommentar hinterließ, wie klasse sie das findet.

Jasmin: Ich hatte kurzzeitig ein "Social Media-Tief", gerade weil es einige unschöne Kommentare gab. Daraufhin habe ich das getan was ich am besten kann: Schreiben! So entstand einer meiner ehrlichsten und emotionalsten Blogbeiträge. Das war auch gleichzeitig der Beitrag mit den meisten Kommentaren, die mir den Spaß am Bloggen zurückgegeben haben. Ich habe da nicht so ein dickes Fell wie scheinbar Sandra. Negative Kommentare treffen mich leider immer, auch wenn ich es nicht möchte.

Sandra J.: So dick ist mein Fell auch nicht, aber ich bin wohl mittlerweile alt genug, um Kritik besser wegstecken zu können. Oder bin besser trainiert.

 

 

Frau Alma: Um ehrlich zu sein, ich bin manchmal etwas überfordert damit, die einzelnen Namen und Personen den jeweiligen Blogs zuzuordnen. Ich merke immer mehr, dass die Blog-Community manchmal schon eine eingeschworene Gemeinschaft ist, in der jeder jeden über viele Ecken kennt. Und es gibt so wahnsinnig viele Ecken! Habt ihr Vorbilder oder Blogs, die euch besonders gut gefallen oder euch sogar inspirieren? Und wie wählt ihr die Blogs aus, denen ihr regelmäßig folgt?

 

Sandra M.: Als Frischling kennen wir noch nicht so viele Blogger, haben aber schon wirklich nette Kontakte geknüpft. Natürlich gibt es Blogs, die ich besonders gerne mag, teilweise drehen sie sich um Hunde, teilweise beschäftigen sie sich aber mit ganz anderen Themen. Ich muss einen Zugang zu den Texten finden, mich emotional angesprochen fühlen, dann bin ich gerne regelmäßiger Leser.

Sandra J.: Das ergibt sich mit der Zeit. Ich kenne ein paar Blogger von verschiedenen Diskussionen her. Bei manchen mag ich den Schreibstil, bei anderen folge ich, weil ich den Hund süß finde... Ich wähle das spontan und ohne besondere Hintergedanken aus. Wenn mir jemand sympathisch ist, dann wird dieser "verfolgt". Wenn mir jemand sehr sympathisch ist, dann quatsche ich auch mal privat mit ihm in einer persönlichen Nachricht oder per WhatsApp.

Stephanie: Ich mag Blogs, die authentisch und schön geschrieben sind. Wenn Blogs sprachlich schlecht sind, kann mir die Person oder der Hund noch so sympathisch sein, ich werde sie nicht wieder lesen. Da kann ich leider nicht drüber wegsehen. Glücklicherweise sind das nur wenige, sodass mein Feed täglich länger wird. Und dann gibt es die ganz besonderen Blogs, die mich auf jeder Ebene ansprechen. Da warte und freue ich mich auf neue Beiträge meiner Perlen.

Isabell: Ohhh also Vorbilder haben wir nicht wirklich. Nur manchmal die Frage, wieso manche Blogs so viel Erfolg haben (in meinen Augen nicht gerechtfertigt) und andere, die man super findet, so wenige Leser. Ich lass mich gern inspirieren, wenns um Fotoideen geht oder schließe mich Blogparaden an. Ansonsten machen wir, glaub ich, aber viel zu sehr unseren eigenen Stiefel, als dass es da Vorbilder geben kann.

Jasmin: Ich muss gestehen, dass ich selber gar nicht der große Blogleser bin. Ich lese mal hier und mal da, aber ein Vorbild, bei dem ich regelmäßig reinschaue, habe ich nicht. Aber auf Instagram kenne ich mich sehr gut aus und da habe ich auch schon sehr viele Blogger über Social Media hinaus kennen gelernt.

Kim: Ich muss ja sagen, mit Namen habe ich eh Probleme. Ich kann mir viel besser die Hunde zu den Blogs merken, als die eigentlichen Namen. Besonders bei Blogs, die dann sehr ähnliche Hunde haben und auch ein sehr ähnliches Thema haben, komme ich somit schon Mal durcheinander. 
Etwas schade finde ich manchmal die Elitebildung. Große Blogger wollen kaum noch mit kleineren Bloggern zusammenarbeiten. Es wirkt vereinzelt so, dass von oben herab geschaut wird. Allerdings wirklich nur vereinzelt. Die meisten Hundeblogger sind wirklich freundlich und helfen einem jederzeit. 
Welche Blogs ich lese, wähle ich nach verschiedenen Kriterien aus. Manchmal finde ich die Hunde toll, teilweise die Menschen. Meist gefallen mir die Beiträge vom Schreibstil oder vom Inhalt her einfach. Es gibt allerdings auch einen Blog, dem ich nur wegen der Fotos folge.

 

 

Frau Alma: Ich schreibe meine Artikel meistens auf der Couch und Alma guckt oft ab und zu vorbei, um zu überprüfen, ob ich noch lebe. Zuweilen versucht sie auch schon mal den Laptop beiseite zu schupsen, um meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn es ihr zu bunt wird. Wo sind eure Hunde während ihr in die Tasten haut?

 

Sandra M.:  Immer in meiner Nähe. Entweder mit auf der Couch oder unter dem Schreibtisch.

Kim: Ich bin leider nur am Wochenende daheim. Daher schreibe ich in der Zeit so gut wie nichts, um die Zeit mit Coffee verbringen zu können. Die Beiträge schreibe ich in der Woche und kann somit gar nicht genau sagen, was Coffee zu der Zeit macht

Sandra J.: Meine Beiträge schreibe ich an den unterschiedlichsten Stellen. Mal am Schreibtisch, mal auf dem Sofa, mal im Büro (pssst) und mal irgendwo unterwegs. Die Feinarbeit entsteht grundsätzlich daheim am Schreibtisch, aber der Hauptartikel entsteht in mehreren Schritten irgendwo und nirgends.

Stephanie: Das meiste schreibe ich am Küchentisch. Dann liegen die beiden unter dem Tisch und schauen alle halbe Stunde mal, ob ich noch lebe und erinnern daran, dass sie sich langweilen. Ich habe ihnen inzwischen einen extra plüschigen Teppich unter den Tisch gelegt. Wenn ich kein Ende finde, springt Enki schon mal mit den Pfoten auf den Laptop. 

Isabell: Ich schreibe meistens abends nach der letzten Pullerrunde und sonntags nach dem Canicrossen. Was Askan da macht? Auf dem Sofa schnarchen natürlich!

Jasmin: Ich bin selten am PC und habe keinen Laptop. Mein bester Freund ist das Handy. Dort schreibe ich meine Notizen und Blogbeiträge und das manchmal auch an unmöglichen Orten zu unmöglichen Zeiten.

 

Frau Alma: Irgendwie habe ich Phasen, in denen mir in kürzester Zeit ganz viele Ideen kommen. Deshalb plane ich jetzt sogar meine Beiträge nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung. Hätte mir das vor sieben Monaten jemand gesagt, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt! Wie sieht es denn in eurem Planer für das kommende Jahr aus? Auf was können wir uns schon jetzt freuen?

 

Sandra M.: Ich bin der Typ "planloser Blogger". Habe ich Ideen, schreibe ich. Habe ich keine, lasse ich es. Also lasse ich mich und meine Leser auch 2017 überraschen.

Stephanie: Ich freue mich jetzt schon auf das, was da kommen wird.

Sandra J.: Auch hier stimme ich mit meiner Namensvetterin überein. Sehr planlos, was mir grade einfällt. Wenn ich aber was habe, was zu einem bestimmten Zeitpunkt erscheinen soll, dann plane ich das durchaus (Adventskalender). Hab ich viele Ideen, dann lege ich die Beiträge an und schreibe meine Gedanken rein, aber fertig werden sie nach und nach gemacht und manchmal auch wieder gelöscht.

Sandra M.: Gut, dass nicht nur ich schon mal vorbereitete Beiträge lösche! Da frage ich mich manchmal, ob es gut ist, bei einem Glas Wein auf dem Sofa zu schreiben.

Stephanie: Oh ja, solche Beiträge habe ich auch schon gelöscht. Sogar vom Blog, weil Enki den mit Tatzendruck direkt veröffentlichte. Seitdem schreibe ich nicht mehr auf dem Tablet mit Touch Screen.

Sandra J.: Jaaaa! Das ist mir auch schon passiert. Shiva latscht übers iPad und veröffentlicht war es. Ich wäre fast umgefallen.

Stephanie: Ich versuche tatsächlich Beiträge zu planen. Aber eher zwei Wochen im Voraus. Einen Masterplan für 2017 gibt es noch nicht. Hier schließe ich mich meinen beiden Vorrednerinnen an: Das wird für mich genau so eine Überraschung, wie für meine Leser.

Isabell: Ha ha ich bin ein unstrukturiertes Huhn - ich habe gar keinen Plan was Blogbeiträge angeht! Das meiste kommt tatsächlich spontan und dann klöppel ich das scheibchenweise in die Tasten. Trotzdem ist einiges schon angedacht (Wolfswanderung, Strong Dog, Urlaube, etc.) und natürlich gibt’s darüber dann Beiträge - wo kämen wir denn sonst hin?

Jasmin: Ich plane nicht, zumindest nicht wann ich was veröffentlichen möchte. Das setzt mich zu sehr unter Druck. Aber ich schreibe mir jede Idee zu einem Beitrag auf und die Lust zu schreiben kommt dann meistens ganz spontan.

 

Frau Alma: Frau Alma und ich flüchten dieses Jahr an Silvester lieber aufs ruhige Land. Wo und mit wem lasst ihr euer Jahr ausklingen?

 

Sandra M.: Wir feiern Silvester traditionsgerecht mit Hunden, Freunden und eventuell Familie.

Stephanie: Das ist eine schöne Reihenfolge und Gewichtung... 

Sandra M.:  Liest man das so sehr heraus? 

Stephanie: Neeeiiiin, nur wieder von mir auf andere geschlossen. Ich bin sicher, die Reihenfolge war rein zufällig.

Sandra J.: Entweder wird daheim gefeiert oder wie letztes Jahr und dieses Jahr auch bei meinem Bruder. Wir machen Raclette, wir machen Spiele, wir wandern auf den Berg und gucken das Feuerwerk an - Shiva dreifach gesichert an mich rangetackert. Aber sie macht das erstaunlich gut mit.

Stephanie: Wir wohnen zum Glück auf dem ruhigen Land. Böller hört man nur in der Ferne. Aber da wir zwei neue und somit unberechenbare Hunde haben, werden wir dieses Silvester zu zweit Zuhause mit den Tieren verbringen. Wir wollen uns eine große Anzahl Antipasti machen, die wir danach auffuttern. Und vielleicht stauben wir bei unseren einzigen Nachbarn um 12 noch ein Glas Sekt ab.

Isabell: Ich feiere dieses Jahr leider ohne Askan. Der bleibt bei meinen Eltern und wir verreisen zwei Tage. Ich hoff, niemand teert und federt mich, aber es sind die ersten zwei Tage ohne Hund in diesem Jahr und ich hab jetzt schon Angst!

Jasmin: Wir feiern mit Freunden ganz ruhig mit Raclette essen und Dinner for one. Es ist unser zweites Silvester mit Bailey und ich bin gespannt, wie es wird. Letztes Mal hat sie der Lärm nicht wirklich gestört. Nur um 00:00 Uhr war sie etwas empört über den Krach.

Kim: Wir fliehen dieses Jahr wieder so gut es geht vor dem Geböller. Coffee und ich versuchen das Ganze so entspannt wie möglich zu überstehen, auch wenn Coffee wirklich Angst hat.

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den unschlagbaren Sandras, Stephanie, Isabell, Jasmin und Kim! Es hat einfach nur Spaß gemacht, mit euch am virtuellen Tisch zu plaudern und auf die letzten 12 Monate Blogger-Dasein zurück zu blicken! Wir wünschen euch nicht nur ein glückliches altes Jahr, sondern auch ganz viel Motivation im neuen Jahr! Wir sind gespannt, von welchen Erlebnissen, Erfahrungen und Geschichten ihr dann berichten werdet! Und in diesem Sinne: Bleibt neugierig und gesund!

 

Eure Anja und Frau Alma 

Kommentare

Luana
04.12.2016 22:30

Super schön...hach

Wir haben im Januar auch ein ganzes Jahr rum...einen Rückblick wird es aber nicht geben. Ich denke das ich dafür zu wenig geschrieben habe? :(

Toll ihr Mädels, ich freue mich das es euch im www gibt! :*

LG, Luana

http://podencaluana.blogspot.de

Sandra & Shiva
04.12.2016 23:44

Hach... das liest sich wunderbar. Als wären wir alle gemeinsam am Tisch gesessen, hätten Fingerfood gefuttert und nebenher ein paar Cocktails zelebriert... dein Jahresrückblick ist wirklich toll geworden. 

Flauschige Grüße 

Sandra & Shiva Wuschelmädchen

Nadine & Alfi
05.12.2016 07:27

Ein toller Beitrag! :)

Wenn man so einen Beitrag ließt, denkt man automatisch an sein eigenes Jahr zurück. :P Viellelicht schaffe ich ja dieses Jahr mal noch nen Blogbeitag.... :P Ich hab mir soooo viel vorgenommen, aber irgendwie liegt ChaosTrickser gerade total auf Eis... und das obwohl es so gut gestartet war.

Ich hasse es, wenn Datenbankchrash's oder auch Blogumzüge einen alles zerstören. :( Vielleicht startet mein Jahr 2017 ja besser als dieses Jahr endet. :P Wobei ich ja glaube, dass auch 2017 sehr ruhig bei uns wird. ^-^°

Auf jeden Fall war euer Blogbeitrag nicht nur unterhaltend, sondern er hat mich auch Motiviert wieder mehr zu schreiben. Mal sehn ob ich DAS nun auch umsetzen kann. ;)

Ganz liebe Grüße

N

The Pell-Mell Pack
05.12.2016 14:55

Der Rückblick ist wunderschön geworden. 

Und vielleicht schaffen wir es ja nächstes Jahr zum 2nd year senior Blogger alle gemeinsam ab einen Tisch. Mit ganz viel Fingerfood, Rotwein und Cocktails. 😀

Herzliche Grüße

Stephie

Neuer Kommentar