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Das Pensum unserer letzten Wochen war ziemlich gewaltig, für Frau Alma wie auch für mich gleichermaßen. Nicht nur, dass ich meine Staatsexamensarbeit abgeben und mich gleich im Anschluss auf meine Staatsexamensprüfungen vorbereitet musste, sondern auch, weil wir in den letzten vier Wochen sage und schreibe 9mal beim Tierarzt waren, sogar für Frau Alma ein Rekord.

Alma ist seit sieben Jahren ein kranker Hund und im Durschnitt ist sie alle zwei Wochen in der Praxis unseres Vertrauens vorstellig. Das schlaucht nicht nur sie, sondern auch mich. Natürlich geht es immer in erster Linie um Almas Wohl: Meine Lernzeit für die Prüfungen hat sich rapide verkürzt, meine Abschlussarbeit wurde größtenteils in Nachtschichten geschrieben und meine Arbeitszeiten richten sich oft nach den Sprechzeiten des Tierarztes. Ich pflege Alma mit aller Liebe und Fürsorge, aber es gibt Situationen, in denen auch ich einfach nicht mehr kann. Meistens dann, wenn einen die Sorgen um Frau Almas Gesundheit fast lähmen, ich mich auf nichts Anderes mehr konzentrieren kann oder ich wieder einmal den Tag völlig umkrempeln muss, damit Alma nach Möglichkeit rund um die Uhr betreut werden kann. Wenn jeder Tag wie eine Wundertüte ist, voller neuer Hiobsbotschaften, dann braucht man irgendwann eine AUSZEIT! Das ist leider bei uns leichter gesagt als getan, da ich unter der Woche mit Alma alleine bin. Es bleibt also nur das Wochenende, um für einen Augenblick abzuschalten und die Verantwortung in andere Hände zu geben. Das muss von Zeit zu Zeit einfach sein, damit der Kopf wieder frei wird, der Akku aufgeladen und der liegengebliebene Wäschestapel beseitigt werden kann. Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl ja auch, wenn man froh ist, dass es jemanden an eurer Seite gibt, der die letzte Gassirunde oder den ersten Spaziergang am Morgen übernimmt oder mit dem Hund auf der Couch kuschelt, während ihr das Bett ganz für euch alleine habt?

Weil es zuweilen wichtig ist, etwas nur für sich zu tun, habe ich meine liebsten Entspannungs- und Abschalt-Strategien zusammengestellt! Teuer und aufwendig muss es dabei gar nicht sein! 

 

 # Schaumbad mit candle light

Ich gebe es (schmachvoll) zu, ich bin eine Badewannen-Fetischistin! Es gibt für mich fast nicht Entspannenderes, als in einem Vollbad mit einem wohlduftenden Badezusatz abzutauchen! Für Ruhe und zum Abschalten wird die Badtür zugemacht, da mir Alma nicht selten einen Besuch abstattet, um zu gucken, ob Frauchen das Ganze auch ja überlebt!

 

# Couchtag mit Lieblingsserie

Absolut kostenfrei sind Entspannungstage auf der Couch. Einfach mal die Gassirunden an diesem Tag verkürzen (tut auch manchmal unseren Vierbeinern gut) und dann ab auf die Couch, Lieblingsserie an und den Hardlinern unter euch empfehlen wir ein dickes Eis oder eine Pizza!

 

# Soziale Kontakte abseits der Hundewiese

Abschalten, den Kopf frei bekommen, das kann auch super bei einem leckeren Kaffee in der Stadt funktionieren. Wann seid ihr das letzte Mal durch die Geschäfte –  Traningsspaziergänge mit Hund zählen nicht – gebummelt? Es muss ja nicht so lange sein, dass ihr Gefahr lauft, bei Ladenschluss eingeschlossen zu werden, aber ein Stündchen kann schon Wunder bewirken!

 

# Kinobesuch und Popcorn-Schlachten

Geschäfte und Einkaufszentren sind nicht so euer Ding, aber ihr möchtet trotzdem mal dogless unterwegs sein? Wie wäre es mit einem Kinobesuch? Dann könnt ihr auf dem nächsten Hundetreff nicht nur bei der Diskussion über die neueste Trainingsmethode mithalten, sondern könntet sogar vom aktuellen Kassenschlager der Filmindustrie berichten! Und im Kino wird euch so schnell kein Hund über den Weg laufen!

 

# Sich die Seele aus dem Leib fotografieren

Für viele von euch hat die Fotografie einen ganz besonderen Stellenwert. Sie spiegelt nicht nur Empfinden und Gefühle wieder, hält besonders glückliche Situationen unseres Lebens fest, sondern bietet eben auch die Möglichkeit, Erinnerungen zu schaffen, meist von unseren Hunden! (Ich glaube, ich habe mehr Bilder von Frau Alma auf meinem Smartphone als von sonst irgendjemandem!) Aber wie wäre es einfach mal, andere Motive zu suchen und das ganz ohne Hund im Schlepptau? Nur die Kamera und ihr! Das fühlt sich vielleicht im ersten Augenblick seltsam an, aber vielleicht findet ihr ja auch Gefallen daran? Ich bin ihr ziemlich sicher, dass wir trotzdem noch ganz viele tolle Hundeaufnahmen von euch sehen werden!

 

# Mit Musik Dampf ablassen

Laute Musik und Alma? Ich lasse die Kombination ja lieber, obschon ich es manchmal vermisse – gerade beim Putzen. Wenn es euch auch so geht, dann nutzt doch die Gelegenheit, drückt eurem Partner oder einem Freund die Leine samt Hund in die Hand und dreht die Musik mal wieder so richtig laut auf! Der Vorteil ist, wenn Partner und Hund nicht im Haus sind, kann hemmungslos mitgesungen werden, ganz egal, ob ihr die nächste Céline Dion seid, oder euer Mikrofon für immer der Duschkopf bleiben wird!

  

Die Liste könnt ihr selbstverständlich nach Belieben fortsetzen! Nehmt euch auch mal Zeit nur für euch alleine, denn ein glückliches und ausgeglichenes Frauchen oder Herrchen tut jedem Hund gut! Und nein, das bedeutet nicht, dass wir unsere tierischen dafür Partner weniger lieben!

 

Vielleicht könnt ihr ja schon heute den einen oder anderen Vorschlag umsetzen! Ich wünsche euch viel Spaß dabei! Und da für mich das Schreiben an sich in den meisten Fällen schon eine kleine Auszeit bedeutet, heißt es jetzt nur

 

Eure Anja

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