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Eine Stunde nachdem ich das letzte Exemplar meiner Staatsexamensarbeit an den richtigen Mann (oder besser – die richtige Frau) gebracht hatte, ging es für uns an die Ostsee. Endlich wieder den Kopf frei bekommen, ein wenig Kraft für die bevorstehenden Abschlussprüfungen tanken und die gemeinsame Zeit genießen, denn in den letzten Wochen wurde Alma zwangsläufig oft nur „grundversorgt“, da meine Abschlussarbeit doch sehr zeitintensiv war.

Alma liebt zwar nicht das Meer, aber den Strand dagegen umso mehr. Ich war früher immer ein wenig traurig, da ich Frau Alma damals nie am Strand freilaufen lassen konnte – zu groß war für sie die Versuchung in den Dünen und in dem dahinterliegenden Wald auf die Jagd zu gehen. Also sicherte ich Sie meist mit einer langen Schleppleine, aber was sind schon 10 Meter, wenn man richtig Gas geben möchte?

Dieses Jahr war alles irgendwie anders! Mit den Jahren scheint Almas Jagdtrieb abgenommen zu haben, denn wir konnten sie ohne Bedenken sprichwörtlich vom Haken lassen. Damit waren auch kurze Sprints mit Dori, der jüngsten Hündin meiner Schwester, kein Problem mehr! Unangeleinte Hunde, die sich uns näherten, lösten bei mir keine panischen Reflexe mehr aus, sondern wurden dagegen von Alma freundlich begrüßt und abhängig vom ihrem Geschlecht, sogar zwangs-beflirtet!

Die Tage am Meer, sie waren einfach so entspannend für Alma und mich. Es gab genügend Platz, wir sind nur netten und ebenso gelassenen Menschen begegnet und Frau Alma und ich haben einfach zusammen „funktioniert“ – ohne viel Worte, stattdessen mit ganz viel Vertrauen.

Nach einem gesundheitlich weniger guten Jahr für Alma waren das eindeutig die Momente, die man als Geschenk wahrnehmen sollte!

Am Strand ist Alma gerannt, sie hat sich in den Sand geworfen und gekugelt, hat Löcher gebuddelt und hat uns spielerisch mit „Scheinattacken“ zu ihren geliebten Renn-Spielen aufgefordert – kurzum, sie war einfach glücklich und hatte endlich auch die Möglichkeit, dieses Gefühl ohne Einschränkungen auszuleben.

Unsere Tage am Meer haben aber auch gezeigt, dass zwischen unserem ersten Ostseeurlaub und heute fast 7 Jahre vergangen sind. Frau Alma ist sichtlich gealtert. Nach 1,5 Stunden am Strand braucht sie die restlichen Stunden des Tages zur Regeneration. Obwohl sie rennt, fällt ihr das Gehen zuweilen sehr schwer und ich denke, dass ihr vermindertes Jagdinteresse auch daran liegt, dass sie selbst weiß, dass sie vieles nicht mehr schafft.

Aber was gibt es Schöneres als Sand unter den Pfoten und Füßen, eine leichte salzige Brise auf der Haut und Wolken, die wie Wattebäusche fast das Meer berühren?


 

# Graal Müritz # Rhododendron-Park Graal Müritz # ein Strand abseits von Strandkörben: Weststrand Ahrenshoop # für Feinschmecker und Fisch-hungrige: Fischereihof Detlefsen

# für entspannte Frauchens und Herrchens: aquadrom Graal Müritz

 

Wir wünschen Euch einen guten Wochenstart!

 

Eure Frau Alma und Anja

 

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