Treibball

Da sich Besuche auf der Hundewiese ausschlossen, Alma nutze das Ableinen gezielt, um sich alleine durch eine bis zu fünfstündige Jagd zu beschäftigen, mit Leine hätte sie jedoch sich nähernde Hunde ohne ersichtliche Vorwarnung gebissen, versuchte ich durch einen Treibballkurs meine hundebedingte Isolation aufzubrechen.
In Hinblick auf den Treibball versprach ich mir davon anfangs keinen Erfolg, so richtig ballverrückt war und ist Alma nicht und ein Treib- oder Hütehund steckte ja auch nicht in ihren Genen, dachte ich mir. Entgegen meiner Erwartungen war Alma jedoch Feuer und Flamme den Ball zunächst anzustupsen, später dann in den ersten kleinen Ansätzen zu treiben. Es waren vor allem wahnsinnig schmackhafte Happen, die sie antrieben, konzentriert zu arbeiten. Bis heute machen wir viele kleine Fortschritte, auf die ich sehr stolz bin, da es noch vor zwei Jahren undenkbar schien, dass Alma ohne Leine, auf einer, mit Feld und Wald umgebenen Wiese, zusammen mit anderen freilaufenden Hunden, nur Augen und Ohren für mich und den Ball hat.
Bedingt durch unseren Umzug und zahlreichen Veränderungen haben wir nach dem Ende des Treibballkurses das Training aus den Augen verloren. Anfang dieses Jahres haben wir jedoch erneut, nach mehr als zwei Jahren Pause, den Ball wieder ins Rollen gebracht. Meine Übungseinheiten mit Alma versuche ich nach den Trainingstipps von Anja Jakob aufzubauen und auszurichten. Zudem nehmen wir, leider in größeren und unregelmäßigen Abständen, am Gruppentraining teil und werden dort vor allem durch Renate und Onko unterstützt, ohne die wir noch nicht einmal den Platz erreichen könnten!

Treibball ist also nicht ausschließlich ein Sport für die klassischen Hüte- und Treibhunde, sondern kann jedem Hund Spaß machen, unabhängig von Alter, Rasse und Veranlagung!