Rally-Obedience

Lange habe ich nach einem Sport Ausschau gehalten, der Alma ebenso viel Spaß macht wie mir, den man beinahe überall ausüben kann und der keine Vereinszugehörigkeit erfordert.
In unseren ersten gemeinsamen Jahren habe ich zahlreiche Hundesportvereine besucht, um dann immer wieder festzustellen, dass das Training alleine oder in einer sehr kleinen Runde für Alma und mich einfach viel angenehmer ist. Ich bin konzentrierter, weil ich viel ruhiger und entspannter bin und muss keine Angst haben, dass Alma an der Leine beschnüffelt wird, was in einem neuerlichen Tumult enden würde.

Die Antwort auf meine Suche ist RALLY OBEDIENCE. Es vereint Elemente der klassischen Unterordnung sowie des herkömmlichen Obedience mit einer Mischung aus Parkour und Schnelligkeit. Man benötigt dafür keine Begleithundeprüfung und die einzelnen Übungen müssen nicht ganz so exakt wie beim Obedience ausgeführt werden.

Alma und ich trainieren wöchentlich mehrere Male: im Park, auf kleinen Runden um den Block, im Garten, und sogar in öffentlichen Gebäuden wie dem Bahnhof.

Alma stand zu Beginn den Fußübungen recht skeptisch, fast ängstlich gegenüber. Scheinbar hat sie in ihrer Vergangenheit nicht die besten Erfahrungen gesammelt. Ich habe mich bemüht diese Übungen so schön und spannend wie nur möglich neu aufzubauen. Fast vier geduldige Jahre zahlen sich aus, heute läuft Alma lächelnd und mit wehender und wedelnder Rute neben mir im „Schrittchen“ und ist begeistert bei der Sache.

Im Juni 2015 konnten wir uns auf unserem ersten Turnier mit 83 von 100 möglichen Punkten erfolgreich bewähren. Turnier-Hopper werden wir zwar nicht werden (für Alma wäre dies einfach zu anstrengend), aber trotzdem war es einfach klasse zu sehen, wie andere Teams arbeiten und welches Feedback wir für unser Können bekommen!